Digitalministerin besucht das Rechenzentrum Fulda, Feuerwache Fulda Mitte

Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung

„Schnelle Netze garantieren Hessens Zukunftssicherheit“

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus betonte bei ihrem Besuch des Rechenzentrums in Fulda, dass Hessen der Top-Standort für Rechenzentren in Deutschland mit sehr hoher Rechenzentrumsdichte sei, allein ein Drittel aller deutschen Rechenzentrumskapazitäten und 50 % der Großrechenzentren befänden sich in Hessen.

„Die Digitalisierung der Wirtschaft, des Gesundheitswesens, Verkehrs und der Energieversorgung führt zu rasant wachsenden Datenmengen. Obwohl die Rechenzentren in Hessen bereits zu den energieeffizientesten weltweit gehören, steigt der Energieverbrauch durch das rasante Wachstum der Branche immer weiter an. Uns ist bewusst, dass Rechenzentren im Spannungsfeld der Resilienz, Sicherheit, Verfügbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit stehen. Aber sie sind notwendig, um eine leistungsfähige digitale Infrastruktur zu haben, so Sinemus. „Mit der Einrichtung und dem Aufbau des Rechenzentrumsbüros Hessen wollen wir die nachhaltige Entwicklung von Rechenzentren unterstützen. Wichtige Elemente sind die Vernetzung der Akteure und Aktivitäten sowie Sichtbarmachung. Rechenzentren bieten für die Region Hessen einen starken Standortvorteil und ziehen Investitionen nach Hessen“, so Digitalministerin Sinemus.

Dr. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister der Stadt Fulda: „Das Fuldaer Rechenzentrum ist ein Leuchtturmprojekt mit Blick auf die Nachhaltigkeit und steht dafür, dass wir interkommunal, in der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und der Wirtschaft, die digitale Infrastruktur für die Zukunft schaffen.“

Eigenes Rechenzentrum in Eichenzell

Grund für die Wahl von Eichenzell als Standort des neuen Rechenzentrums ist, dass die Gemeinde Eichenzell mit ihrem Eigenbetrieb Breitband über eines der schnellsten Breitbandnetze in Europa verfügt. Mit einer direkten Anbindung an den Internetknotenpunkt in Frankfurt und einem flächendeckenden Glasfaserausbau sind Geschwindigkeiten bis zu 10 GBit/s möglich. Die Rhöncloud als Cloud-Provider ist fokussiert auf die Kundengruppen KMU, kommunale Einrichtungen und Smart Cities.

Durch den Betrieb der eigenen Rechenzentren in der Smart City Eichenzell werden Lösungen zum Auslagern von IT-Infrastrukturen, individuellem Support und Cloud-Diensten angeboten.

Digitalisierung im ländlichen Raum vorantreiben

Manuel Bittorf, CEO, rhöncloud GmbH: „Wir freuen uns sehr über den heutigen Besuch und das Timing ist ideal: vor knapp einer Woche sind wir mit dem Bau unseres weiteren Datacenters in der Smart City Gemeinde fertig geworden. Heute dürfen wir nach vielen Monaten Planung zusammen mit unserer Hessischen Digitalministerin unser drittes Rechenzentrum in Betrieb nehmen. Unser dritter Standort verfügt über eine autarke Stromversorgung, sodass auch Stromschwankungen und -ausfälle über Wochen hinweg abgefedert werden können. Die Klimatechnik steht ganz im Rahmen unseres Umweltkonzeptes, denn wir nutzen eine erprobte Wasserkühlung sowie entsprechende Freikühler, um den Energiebedarf deutlich zu reduzieren. Unser Ziel ist es, die Digitalisierung im ländlichen Raum nachhaltig, sicher und effizient voranzutreiben.”

Peter Happ, Erster Beigeordneter der Gemeinde Eichenzell: „Die Gemeinde Eichenzell hat in Sachen Digitalisierung bereits vor mehr als 10 Jahren, mit der Gründung eines Eigenbetriebes zum flächendeckenden Ausbau eines eigenwirtschaftlichen Glasfasernetzes (FTTH) im gesamten Gemeindegebiet und einer damit erfolgten Investition von knapp 11 Mio. Euro, ohne den Erhalt von Zuschüssen, eine Vorreiterrolle übernommen und sich nicht zuletzt Standortvorteile gesichert. Nun gehen wir den nächsten Schritt und etablieren in Eichenzell mit den zahlreichen Projekten, das Internet der Dinge (IoT), die u. a. im Smart City Projekt geplant und durchgeführt werden. Mit diesen weiteren Projekten wird der Weg für die Bürger:innen in Eichenzell fortgeschrieben und die Lebensqualität mit Digitalisierung nachhaltig verbessert und konsequent weiterbetrieben. Innovative Unternehmen, wie beispielweise die Fa. Rhöncloud, sind der ideale Partner für die Gemeinde auf dem Weg in die digitale Welt. Im Projekt Smart City haben diese den Zuschlag für die Einrichtung der IT-Infrastruktur enthalten und sind somit für das Grundgrundgerüst des Projektes verantwortlich, denn ohne ein vernünftiges Fundament werden wir die Zukunft nicht gestalten können. Wir wünschen der rhöncloud GmbH viel Erfolg bei der Vermarktung und dem Betrieb des Rechenzentrums und sind stolz darauf, dass dieses in Eichenzell auf unserer Infrastruktur in dieser Form entsteht.“

Nach der Einweihung des neuen Backup-Standortes der rhöncloud informierte sich die Digitalministerin über das Smart City Projekt Eichenzell, das im Rahmen einer Bundesförderung bis zu 11 Mio. Euro mit einem Eigenanteil von 35 Prozent erhalten kann. Dabei werden Projekte und Maßnahmen wie Telemedizin, digitaler Inklusion über Mobilität bis hin zur intelligenten Lichtsteuerung berücksichtigt. „Eichenzell und Fulda entwickeln sich mithilfe der Bundes- und der Landesförderung zu smarten Kommunen, die die Chancen der Digitalisierung bestmöglich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger nutzen“, so Sinemus.

Di@-Lotsen-Stützpunkt für Gemeinde Eichenzell

Aufbruch in die digitale Welt. Auch die Gemeinde Eichenzell hat die Pandemie genutzt, um seine digitalen Angebote weiter auszubauen. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat als Schlusspunkt des heutigen Tages die Gemeinde Eichenzell als Di@-Lotsen-Stützpunkt ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist die gute regionale Vernetzung mit verschiedensten Partnern, vorrangig aus dem Bildungsbereich sowie den Erfahrungen durch VHS-Dozenten in Digitalisierungskursen für Seniorinnen und Senioren. Zudem gebe es ein gutes Konzept für Adressierung der Älteren durch amtliches Gemeindeblatt. Sie überreichte eine Urkunde und eine Wandplakette, mit dem die Gemeinde Eichenzell als Di@-Lotsen-Stützpunkt sichtbar gemacht wird.