Europaflagge

Ideen für das digitale Europa gesucht

Sie haben Ideen für das digitale Europa? Wir unterstützen Sie. Gemeinsam wollen wir Hessens digitale Wirtschaft zum Wachstumsmotor machen – auch für Europa.

EU-Förderprogramme

Bei uns erfahren Sie auf einen Blick, für welche konkreten Digitalthemen aktuell EU-Fördermittel abrufbar sind. Per Link geht es sofort zum Antrag. Bei Bedarf steht Ihnen in Hessen ein breites Netzwerk des Landes an Fördermittel-Experten zur Verfügung, die bei der Antragstellung unterstützen können. Wir helfen bei der Vermittlung des Kontakts. Gemeinsam wollen wir Hessens digitale Wirtschaft zum Wachstumsmotor machen – auch für Europa.

Ein Europa für das digitale Zeitalter

Europa fit für das digitale Zeitalter zu machenÖffnet sich in einem neuen Fenster, lautet eine Priorität von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Damit Europas Mittelstand, Industrie und Arbeitsmarkt die Vorteile der Digitalisierung voll ausschöpfen können, hat die EU-Kommission unter dem Dach milliardenschwerer Fördertöpfe wie dem EU-Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds)Öffnet sich in einem neuen Fenster oder dem weltweit größten Forschungsprogramm HORIZONT 2020Öffnet sich in einem neuen Fenster (künftig HORIZONT EUROPAÖffnet sich in einem neuen Fenster) eine Vielzahl von Einzelfördermaßnahmen aufgelegt.

Aktuelle Förderprogramme

Die „i4Trust“-InitiativeÖffnet sich in einem neuen Fenster wird noch über Mittel aus dem alten EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont 2020“ finanziert. Das Hauptziel der Initiative ist es, ein Daten-Ökosystem aufzubauen, in dem Unternehmen „Datensilos“ durch gemeinsame Nutzung, Wiederverwendung und Handel von Datenbeständen aufbrechen.

Aktuelle Ausschreibung:

  • i4Trust ist auf der Suche nach kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), etwas größeren Unternehmen und bereits bestehenden Digital Innovation Hubs (DIHs), die innovative, auf der gemeinsamen Nutzung von Daten basierende Dienste anbieten. Diese Dienste sollen die Grundlage für die Entwicklung eines europäischen Datenraums bilden.
  • i4Trust wird mit der aktuellen Ausschreibung bis zu 19 sogenannte „Bottom-up-Experimente“ zur gemeinsamen Nutzung von Daten auswählen, die zeigen sollen, wie bereits bestehende Prozesse verbessert oder neue innovative Dienste durch die gemeinsame Nutzung von Daten durch mehrere Unternehmen unter Verwendung von i4Trust-Instrumenten geschaffen werden können.
  • Für alle weiteren Details zu den Experimenten siehe unten folgendes Ausschreibungsdokument (Seite 9).

Leistungen:

  • Die KMU und DIH, die von i4Trust ausgewählt werden, erhalten bis zu 120.000 Euro pro Konsortium, um ihren Business Case zu entwickeln und auszuführen. 
  • Der Business Case soll potenzielle sozioökonomische Vorteile für die gemeinsame Nutzung und Wiederverwendung von Daten in zahlreichen Anwendungen darlegen.
  • Die ausgewählten Konsortien werden an einem neunmonatigen maßgeschneiderten Mentorenprogramm mit anderen KMU, DIHs und Technologiepartnern teilnehmen, die bei der Schaffung von Datenräumen zusammenarbeiten.

Dieses „i4Trust Data Sharing Mentoring Programme beinhaltet:

  • Anleitung zur Verfeinerung der vorgeschlagenen Business Cases
  • Mentoring-Unterstützung für die Umschulung/Auffrischung des Wissens von Arbeitskräften
  • Mentoring-Unterstützung in Bezug auf rechtliche, betriebliche, technische und geschäftliche Aspekte
  • Unterstützung in Bezug auf i4Trust-Technologien (CEF-compatible iSHARE sowie FIWARE Building Blocks)

Zielgruppe:

  • Konsortien von mindestens vier Unternehmen: ein DIH und mindestens drei KMU oder „etwas größere Unternehmen“
  • „etwas größere Unternehmen“ werden definiert als Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten und einem Umsatz von weniger als 100 Millionen Euro.
  • DIHs müssen in den JRC-Katalog der europäischen digitalen Innovationszentren aufgenommen und als „voll funktionsfähig“ validiert worden oder „in Vorbereitung“ sein (siehe https://s3platform.jrc.ec.europa.eu/digital-innovation-hubs-toolÖffnet sich in einem neuen Fenster)

Alle Informationen zur Registrierung finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Hintergrund:

  • Das mit 8 Millionen Euro von der EU geförderte Projekt Change2TwinÖffnet sich in einem neuen Fenster unterstützt KMU des verarbeitenden Gewerbes bis Mai 2024 bei ihren Digitalisierungsbemühungen durch den Einsatz digitaler Zwillinge.
  • Das Konzept der digitalen Zwillinge ist eine der großen Neuerungen im verarbeitenden Gewerbe und soll es Unternehmen ermöglichen, ihre globale Wettbewerbsfähigkeit erheblich zu steigern. Ein digitaler Zwilling ist ein digitales Abbild eines Artefakts, eines Prozesses oder einer Dienstleistung, das so exakt ist, dass es als Grundlage für Entscheidungen dienen kann. Das digitale Abbild ist häufig über Datenströme mit der physischen Welt verbunden.
  • Change2Twin bietet KMU des verarbeitenden Gewerbes eine maßgeschneiderte Lösung, die eine Analyse ihres Potenzials, einen individuellen Mentoring-Plan und eine fertige Anleitung für die Einführung des digitalen Zwillings umfasst. Digital Innovation Hubs (DIH) sind wichtige Partner in diesem Prozess und sollen die Einführung der neuesten Technologien des digitalen Zwillings in der gesamten Europäischen Union erleichtern.

Aktuelle Ausschreibung: 

  • Change2Twin bietet aktuell europäischen KMUs und MidCaps des verarbeitenden Gewerbes (d.h. Unternehmen mit bis zu 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) eine Unterstützung für den Aufbau eines digitalen Zwillings an.
  • Zu diesem Zweck hat Change2Twin am 30. Juni 2022 eine offene Ausschreibung mit dem Titel „Assessment Voucher Open Call“ eröffnet.
  • Bis zu 30 KMU und MidCaps des verarbeitenden Gewerbes werden europaweit ausgewählt, um von einem zertifizierten Digital Innovation Hub (DIH), mit dem sie zusammenarbeiten möchten, eine detaillierte Analyse ihrer Situation und bis zu drei verschiedene "Anleitungen" zu erhalten, die eine Liste verschiedener Technologien enthalten, welche für den Anwendungsfall geeignet sind, sowie Angaben zu einem „Integrator“, der bereit ist, diese umzusetzen.
  • Bis zu 30 Begünstigte erhalten dafür einen sog. Bewertungsgutschein (Assessment Voucher) mit einem Volumen von bis zu 10.000 Euro als Pauschalbetrag.

Folgende Aktivitäten werden finanziert:

Die Aktivitäten, die durch den Bewertungsgutschein abgedeckt werden und die vom ausgewählten DIH durchgeführt werden, sind:

  1. Bewertung des Geschäftspotenzials der Herausforderungen des digitalen Zwillings für die Endnutzer.
  2. Auswahl der wichtigsten Herausforderungen.
  3. Erstellung von gezielten Implementierungsplänen auf der Grundlage sicherer Angebote von Lösungsanbietern auf dem lokalen und dem EU-Markt.
  4. Analyse der Auswirkungen auf den Betrieb.

Voraussetzungen:

  • Die Finanzierung gilt nur für die Bewertung von Technologien des digitalen Zwillings bei Endnutzern und nicht bei Technologieanbietern.
  • Die Endnutzer sind die KMU und MidCaps des verarbeitenden Gewerbes, die direkt mit den digitalen Zwillingslösungen arbeiten.
  • KMU und MidCaps müssen bis spätestens 30. Juni 2022 als Unternehmen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union registriert worden sein.
  • Der Mindestdigitalisierungsgrad von Unternehmen, die sich für die offene Aufforderung bewerben, ist „Level 2“, d.h. digitale Systeme sind in der Organisation weitgehend miteinander verbunden und tauschen Daten aus, um Geschäftsanwendungen und Software mit relevanten Informationen zu versorgen.

Die Ausschreibung startet am 15. August 2022 bis voraussichtlich Oktober 2022 (konkretes Datum noch unklar).

Hintergrund:

  • Das „BONSEYES“-ProjektÖffnet sich in einem neuen Fenster wird über EU-Mittel aus Horizont 2020 gefördert. Mit dem Projekt sollen verlässliche und vertrauenswürdige Lösungen für angewandte KI in der EU und der Schweiz entwickelt werden. BONSEYES transformiert dabei die KI-Entwicklung von einem Cloud-zentrierten Modell, das von großen Internetunternehmen dominiert wird, zu einem Edge-Device-zentrierten Modell, indem es einen Marktplatz und ein offenes KI-Labor zur Verfügung stellt.
  • Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen, die ein hohes Maß an Fachwissen, Zeit und Kosten erfordern, um eingebettete Produkte mit KI auszustatten, bietet BONSEYES kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Zugang zu fortschrittlichen Werkzeugen und Dienstleistungen, die über einen Marktplatz und ein Ökosystem von akademischen und industriellen Kooperationspartnern bezogen werden können. Dies ermöglicht KMU Kosten- und Zeitersparnis bei der Ausstattung von Produkten mit KI-Funktionen auf europäischer und globaler Ebene. BONSEYES soll Europas KMU somit in die Lage versetzen, ein führender global Player in der kommenden „AI-as-a-Service“-Wirtschaft zu werden.

Kommende Ausschreibung: 

  • Im Kontext von BONSEYES soll das Projekt „BonsAPPsÖffnet sich in einem neuen Fenster“ KMU bei der Digitalisierung helfen, indem es ihnen den Zugang zu KI auf einfache und erschwingliche Weise über die „BONSEYES Marketplace Platform“ ermöglicht. Für BonsAPPs ist ein Gesamt-Fördervolumen von rund 5,3 Millionen Euro vorgesehen (https://cordis.europa.eu/project/id/101015848/deÖffnet sich in einem neuen Fenster); rund 4,9 Millionen Euro stammen von der EU. 
  • Zielsetzung der zweiten BonsAPPs-Ausschreibung ab dem 15. August 2022 ist die Auswahl von Endnutzern, vor allem KMU, die eine KI-Herausforderung für das Projekt definieren können, denen es aber an internen Innovationskapazitäten mangelt, um KI-Lösungen umzusetzen.
  • Dazu sollen die ausgewählten KMU in der Entwicklung, Integration und Bereitstellung einer AI@Edge-Lösung unter Verwendung von Tools und Services des Bonseyes Marketplace (BMP)-Service Layers in den Bereichen Automotive, Manufacturing, Healthcare und Robotics unterstützt werden.
  • Diese Unterstützung soll durch KI-Talente (Forscher, PhDs/Post-Docs, Ingenieure/Entwickler, Datenwissenschaftler) geleistet werden, die BonsAPPs in einer ersten Ausschreibungsrunde ausgewählt hat.
  • Die Finanzierung beträgt bis zu 70.000 Euro für die Entwicklung einer KI-Lösung.

Bewerbungsfrist:

Alle Informationen zur Registrierung finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Über das EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ wird voraussichtlich am 16. Juni 2022 (mit Frist 16. November 2022) eine Ausschreibung mit dem Titel „AI, Data and Robotics for Industry optimisation including production and services“ zur Förderung von Projekten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), Daten und Robotik veröffentlicht. Das Volumen der Ausschreibung beläuft sich auf 19 Millionen Euro. Es können europaweit bis zu sechs Projekte gefördert werden - mit einem jeweiligen EU-Förderbeitrag von 3 bis maximal 5 Millionen Euro.

Die eingereichten Vorschläge sollen aufzeigen, wie wichtige europäische Industrien (die Sektoren von der Produktion bis zu den Dienstleistungen abdecken) von der Optimierung der KI, der Daten und/oder der Robotik erheblich profitieren können. Es wird erwartet, dass sich die Vorschläge auf spezifische Anwendungsfälle konzentrieren, um diese Vorteile zu demonstrieren; sektorübergreifende Anwendungsfälle sind erwünscht. Der Mehrwert der ausgewählten Anwendungsfälle sollte durch qualitative und quantitative branchen- und dienstleistungsspezifische Schlüsselkennzahlen (KPI), Demonstratoren, Benchmarking und Fortschrittsüberwachung nachgewiesen werden.

  • Die EU-Kommission erwartet, dass die Vorschläge KI-, Daten- und Robotiklösungen integrieren und optimieren.
  • Im Mittelpunkt steht die Stärkung von KI, Daten und Robotik in der Industrie.
  • Dazu soll in den Projekten gezeigt werden, dass der breite Einsatz europäischer Technologien eindeutige Vorteile bei bestimmten Anwendungen in wichtigen Industriesektoren bringt.
  • Dafür sollen die ausgewählten Projekte autonomere, intuitivere und einfacher zu bedienende Technologien für die Industrie bereitstellen.
  • Insbesondere sollen vertrauenswürdige KI-Lösungen bereitgestellt werden, die verschiedene Daten-, Sensor-, Interaktions- und Informationsquellen kombinieren.
  • Angestrebt ist eine Kombination der Möglichkeiten der jüngsten Fortschritte in den Bereichen KI, FAIR-Daten, autonome oder interaktive Robotik, intelligente Geräte und Netze der nächsten Generation sowie Datenverarbeitung, um die Automatisierung zu erhöhen.
  • Gegebenenfalls werden in Projekt-Vorschlägen auch die neuesten Entwicklungen bei Sensoren, Aktoren und Mechanismen mit geringem Stromverbrauch sowie neue Energiequellen und Batterien genutzt, um die Energieautonomie der Robotik zu gewährleisten.

Es werden zwei Arten von Vorschlägen erwartet:

  • Fokussierte Projekte (EU-Beitrag rund 3 Millionen Euro), an denen die Anwenderindustrie und Technologieanbieter beteiligt sind.
  • Größere Projekte (EU-Beitrag rund 5 Millionen Euro), bei denen eine Reihe von Unternehmen in einem bestimmten Anwendungssektor gemeinsame Herausforderungen und Anwendungsfälle ermitteln und selbst als Konsortium Calls/Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für Anbieter von KI-, Daten- und Robotiklösungen mit EU-Mitteln organisieren. Diese Calls/Aufforderungen sollen allen Arten von Unternehmen offen stehen, aber nur kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Start-ups sollen eine finanzielle Unterstützung erhalten, mit einem Höchstbetrag von 200.000 Euro.

Alle Informationen zur Registrierung finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster. Auf der Seite bitte die Call-ID „HORIZON-CL4-2022-DIGITAL-EMERGING-02-05“ im Suchfeld eingeben.

Eine detaillierte Beschreibung der Ausschreibung, ist ab Seite 280 des Horizont Europa-Arbeitsprogrammes (WP) 2021-2022 zu finden.

Über das EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ wird voraussichtlich am 16. Juni 2022 (mit Frist 16. November 2022) eine Ausschreibung mit dem Titel „AI for human empowerment“ veröffentlicht. Das Volumen der Ausschreibung beläuft sich auf 16 Millionen Euro. Es können europaweit bis zu vier Projekte gefördert werden - mit einem jeweiligen EU-Förderbeitrag von rund 4 Millionen Euro.

Die Zielsetzungen der Ausschreibung lauten:

  • Aufbau der nächsten Stufe der Interaktion zwischen Menschen und KI-Systemen, die als Partner zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen, indem sie sich gegenseitig verstehen und von den Fähigkeiten des anderen und seinen jeweiligen Rollen lernen.
  • Jeder eingereichte Vorschlag soll sich auf eines der beiden folgenden Forschungsziele konzentrieren und dieses klar benennen:
  1. Schaffung von gemischten Mensch-KI-Initiativen zur Befähigung des Menschen: Die Vorschläge sollten das Beste aus menschlichem und maschinellem Wissen und Fähigkeiten kombinieren, einschließlich geteilter Autonomie in der Interaktion, Reaktionsfähigkeit und fließender Interaktion. Die Systeme sollen transparent, fair und intuitiv nutzbar sein, da dies laut EU-Kommission eine Schlüsselrolle für die Akzeptanz spielen wird. Die Systeme sollten sich an den Benutzer anpassen und nicht umgekehrt.
  2. Vertrauenswürdige hybride Entscheidungsunterstützung: Die Vorschläge können Ansätze für gemischte Entscheidungsfindung, für Kontextinterpretation, für den Umgang mit Unsicherheit, transparente Antizipation, Zuverlässigkeit, menschenzentrierte Planung und Entscheidungsfindung, Interdependenzen und erweiterte Entscheidungsfindung umfassen. Dabei müssen Transparenz, Fairness, technische Genauigkeit und Robustheit im Vordergrund stehen.

Weitere Anforderungen sind:

  • Alle Vorschläge sollten grundsätzlich eine auf den Menschen ausgerichtete Entwicklung vertrauenswürdiger KI vorsehen und Möglichkeiten der Interaktion zwischen Mensch und KI untersuchen und optimieren. Dies ist laut EU-Kommission für die Akzeptanz und Demokratisierung der KI von entscheidender Bedeutung. Jeder Nutzer soll die enormen Vorteile, die diese Technologie bieten, in vollem Umfang nutzen können. Dazu gehört die Entwicklung von Methoden zur Verbesserung der Transparenz, z.B. in Bezug auf folgende Faktoren: Das erwartete Leistungsniveau, das garantiert/überprüfbar ist, das entsprechende Vertrauensniveau und Fairness sowie die Rechenschaftspflicht und Verantwortung.
  • Die Vorschläge werden multidisziplinäre Ansätze erfordern.
  • Als Pilotaktivität werden die Vorschläge zu diesem Thema einen Teil ihrer Aktivitäten der Untersuchung neuartiger Wege der Beteiligung von Bürgern oder Bürgervertretern an der KI-Entwicklung widmen, um die Erfahrungen im Hinblick auf eine Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und der Erfahrungen der Bürger (sowohl im beruflichen als auch im alltäglichen Umfeld) zu optimieren.
  • Von allen Vorschlägen wird erwartet, dass sie Mechanismen zur Bewertung und zum Nachweis von Fortschritten (mit qualitativen und quantitativen Leistungsindikatoren, Benchmarking und Fortschrittsüberwachung sowie anschaulichen Anwendungsfällen, die einen konkreten potenziellen Mehrwert aufzeigen) enthalten.
  • Es wird erwartet, dass die Aktivitäten bei Technology Readiness Level (TRL) 2-3 beginnen und bis zum Ende des Projekts TRL 4-5 erreichen.

Alle Informationen zur Registrierung finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster. Auf der Seite bitte die Call-ID „HORIZON-CL4-2022-HUMAN-02-01“ im Suchfeld eingeben.

Eine detaillierte Beschreibung der Ausschreibung, ist ab Seite 427 des Horizont Europa-Arbeitsprogrammes 2022 zu finden.

Hintergrund:

  • Das mit 3,7 Millionen Euro von der EU geförderte Projekt TOKEN Öffnet sich in einem neuen Fenster(Transformative Impact Of Blockchain Technologies in Public Services) hat sich zum Ziel gesetzt, ein experimentelles Ökosystem zu entwickeln, um die Einführung von Distributed-Ledger-Technologien zu ermöglichen und ihren Wert für öffentliche Dienstleistungen anhand leicht reproduzierbarer Anwendungsfälle zu beweisen.
  • Dezentrale Ledger-Technologien haben aus Sicht der EU das Potenzial, dem öffentlichen Dienst das Folgende zu ermöglichen:
  1. Verbesserung der Effizienz
  2. Verringerung der Reibungsverluste zwischen den Behörden
  3. Abbau bürokratischer Hindernisse
  4. Förderung des öffentlichen Engagements
  5. Stärkung der digitalen Demokratie und Transparenz
  6. Verbesserung des Wissensaustauschs
  7. Förderung der Automatisierung
  • Das TOKEN-Projekt zielt darauf ab, eine Reihe von dezentralisierten technologischen Komponenten bereitzustellen, die es öffentlichen Einrichtungen ermöglichen, die Einführung von Distributed-Ledger-Technologien im Hinblick auf offenere, transparentere, vertrauenswürdigere und effizientere öffentliche Dienstleistungen zu erproben.

Aktuelle in-kind contribution:

  • Das TOKEN-Projekt hat ein experimentelles Ökosystem entwickelt, das die Implementierung von Blockchain- und dezentralen Technologien im öffentlichen Dienst vereinfacht.
  • Die Token-Plattform bietet entwicklerfreundliche Plug-and-Play-Dienste und freie Open-Source-Komponenten, die bereits in 4 Anwendungsfällen (siehe unten) erfolgreich implementiert wurden. Der Zweck der Anwendungsfälle ist es, die Einfachheit der Arbeit mit der Token-Plattform und die Vorteile der Einführung von Blockchain und dezentralisierten Technologien in Bereich öffentlicher Dienste zu zeigen.
  • TOKEN bietet aktuell kostenlose Demonstrationen zusammen mit den TOKEN-Entwicklern und technischen Experten an, die Interessierten in ganz Europa persönlich erläutern, wie sie die Technologie in ihrem eigenen Anwendungsfall einsetzen oder einen der bestehenden vier Anwendungsfälle (siehe unten) nachbilden können.
  • Die kostenlosen Demonstrationen können direkt hier gebucht werden: https://token-project.eu/token-demos/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Anwendungsfälle:

1. Datenvalorisierung / Smart City

Der Anwendungsfall konzentriert sich auf eine bessere Nutzung von Daten in einem Smart City-Kontext durch eine bessere Kenntnis der Datennutzung und die Einrichtung einer transparenten Lösung für die Bewertung und Valorisierung der Datennutzung durch Dritte in Smart Cities.

2. Verteilung von Fördermitteln

Der Anwendungsfall zielt darauf ab, ein neues System für die Verteilung öffentlicher Mittel unter Verwendung dezentraler Technologien zu entwickeln, um die Transparenz und Effizienz zu verbessern und die Kosten und den Zeitaufwand für beide Parteien (Antragsteller und Bewilligungsstellen) zu reduzieren.

3. Öffentliche Konten

Der Anwendungsfall zielt darauf ab, Kosten und Zeit zu sparen und das Vertrauen in den Abgleich von Finanzdaten zu erhöhen, die von verschiedenen Einheiten der Verwaltung auf der Ebene einer Gemeinde erhoben werden.

4. Logistik der letzten Meile

Der Anwendungsfall zielt darauf ab, nachhaltige Lieferungen auf der letzten Meile sowie die lokale Wirtschaft in der Stadt zu fördern, indem der Zugang zur Stadt und zu Parkdiensten auf der Grundlage nachhaltiger Praktiken und unter Nutzung der einzigartigen Möglichkeiten der Blockchain-Technologie gewährt wird. Umgesetzt wurde dieser Fall in der Stadt Löwen in Belgien.

Hintergrund:

  • Das von der EU-Kommission finanzierte Projekt „ReStartSMEsÖffnet sich in einem neuen Fenster“ stellt eine Reaktion der EU auf die COVID-19-Pandemie dar und zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von KMU des verarbeitenden Gewerbes in den Bereichen Automobil, Maschinen und Anlagen, Lebensmittel und Textil zu stärken, indem es ihren Digitalisierungsbedarf analysiert und konkrete Instrumente für die Einführung moderner Technologien wie KI, Robotik, Cybersicherheit und IoT anbietet. Damit soll der Übergang der KMU zur „Industrie 5.0“ ermöglicht werden.
  • ReStartSMEs soll 500 KMU des verarbeitenden Gewerbes eine kostenlose Bewertung des Reifegrads ihrer digitalen Technologieübernahme ermöglichen. Der Bewertungsprozess besteht aus einem Online-Test und einer professionellen Einzelprüfung des Unternehmens.
  • Im Endeffekt will das Projekt eine Plattform für Technologieanbieter, traditionelle Hersteller aus dem Bereich der KMU und unterstützenden Organisationen schaffen, um sinnvolle Verbindungen in der EU aufzubauen und gemeinsam den Übergang zu Industrie 5.0 zu vollziehen.

Aktuelle Dienstleistung:

  • KMU des verarbeitenden Gewerbes können via ReStartSMEs eine kostenlose Online-Bewertung des digitalen Reifegrades ihres Unternehmens durchführen lassen.
  • Weitere Leistungen für teilnehmende KMU:
  1. Sie erhalten ein individuelles Bild des digitalen Niveaus ihres Unternehmens.
  2. Sie können an Workshops und Veranstaltungen teilnehmen.
  3. Sie erhalten Zugang zu kostenlosen Schulungen zum Thema Industrie 5.0 und spezifischen Technologien.
  4. Sie werden mit europäischen Technologieanbietern z.B. über internationale Hackathons zusammengebracht.
  5. Maßgeschneiderte Unterstützung bei der Entwicklung einer Roadmap für die Technologieeinführung.
  6. Konkretes Matching mit den richtigen Technologieanbietern, um die Digitalisierung im Unternehmen voranzutreiben.
  7. Vorbereitung von strategischen Allianzen mit Technologieanbietern.

Zugang:

Frist:

  • Das Ende der Verfügbarkeit dieser kostenlosen Dienstleistung ist nicht bekannt. Vermutlich steht sie mindestens bis Ende 2022 zur Verfügung.  

Das STAIRWAI-ProjektÖffnet sich in einem neuen Fenster wird bis Ende 2023 über EU-Mittel des auslaufenden Programmes "Horizont 2020" gefördert und richtet sich an den Bereich „Künstliche Intelligenz“. Das Projekt steht im engen Zusammenhang mit der AI4EU-On-Demand-Plattform. AI4EUÖffnet sich in einem neuen Fenster ist ein Projekt der Europäischen Union für Künstliche Intelligenz, mit dem ein europäischer One-Stop-Shop für KI-Nutzer entwickelt werden soll, der Wissen, Algorithmen, Werkzeuge und Ressourcen zusammenführt. Hauptzielgruppe von AI4EU sind KMU. Mit STAIRWAI soll eine "Treppe zur KI", eine Brücke zwischen KMU mit niedrigem technologischen Niveau und den KI-Ressourcen von AI4EU auf höherem Niveau gebaut werden. STAIRWAI richtet sich daher an Low-Tech-KMU mit dem Ziel, ihnen den Einstieg in die KI-On-Demand-Plattform zu erleichtern. Dies wird durch neue Services erreicht, die die Funktionalitäten der AI4EU-On-Demand-Plattform erweitern und folgendes enthalten:

  1. eine mehrsprachige Interaktionsebene, die Konversationen mit der Plattform in der Sprache des Nutzers ermöglicht,
  2. einen horizontalen Matchmaking-Service für die automatische Entdeckung von KI-Assets (Tools, Datensätze, KI-Experten, Berater, Papiere, Kurse usw.), die den geschäftlichen Anforderungen des Nutzers entsprechen, und
  3. einen vertikalen Matchmaking-Service, der die Dimensionierung und Bereitstellung von Hardware-Ressourcen durch einen geeigneten Hardware-Anbieter (HPC-, Cloud- und Edge-Infrastrukturen) ermöglicht.

Dafür werden bis 2023 europaweit KI-Talente (zum Beispiel Forscher, PhDs/Post-Docs, Ingenieure/Entwickler, Datenwissenschaftler) gesucht. Ziel ist es, KI-Experten für einen STAIRWAI-Pool auszuwählen, die Low-Tech-KMU bei der Durchführung ihrer Pilotprojekte unterstützen. Die Finanzierung beträgt bis zu 24.000 Euro für die Entwicklung einer KI-Lösung für Low-Tech-KMU.

Alle Details zur Ausschreibung finden sich im offiziellen Ausschreibungs-Dokument.

Alle Informationen zur Registrierung finden Sie hier: https://ai-talents.fundingbox.com/Öffnet sich in einem neuen Fenster

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