Die Digitalisierung ermöglicht es, überall in Hessen am wirtschaftlichen, technologischen und kulturellen Leben teilzuhaben. Voraussetzung dafür sind flächendeckend gigabitfähige Netze, leistungsfähiges WLAN und ein nahezu lückenloser Mobilfunkempfang. Unser Ziel ist es, eine Infrastruktur zu bieten, die allen Bürgerinnen und Bürgern sowie allen Unternehmen in allen hessischen Kommunen eine zukunftsfähige und international wettbewerbsfähige Versorgung
bietet.
Gigabitstrategie
Unsere Infrastruktur für die digitale Zukunft
Das Dashboard unseres Breitbandbüros zu den digitalen Infrastrukturen in Hessen bietet zentrale Kennzahlen zum Ausbau. Mit einem Klick auf einen Landkreis erhalten Sie eine umfassende Übersicht über die Versorgung im jeweiligen Gebiet. Für Detailinfos zu historischen Entwicklungen klicken Sie auf den Button „Historie“ unter den jeweiligen Diagrammen.
Übersichtskarte zum Ausbau der digitalen Infrastruktur in Hessen
Hessen gehört beim Breitbandausbau inzwischen zu den bestversorgten Flächenländern. Um den stetig wachsenden Anforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden, sorgen wir mit der Umsetzung der Gigabitstrategie für Hessen für Glasfaser-Hochleistungszugänge zum Internet und für nahezu lückenlosen Mobilfunkempfang, auch in ländlichen Gebieten. Die Gigabitstrategie ebnet den Weg zu ultraschnellen und resilienten Netzen, die der stetig wachsende Datenverkehr benötigt - bedarfsgerecht, umsetzungsorientiert und verständlich. Sie verfolgt das Ziel, allen Menschen und Unternehmen in Hessen den Zugang zu modernen digitalen Technologien zu ermöglichen, damit das Land wirtschaftlich stark, innovativ und lebenswert bleibt.
Zentrale Ziele
Die Hessische Landesregierung hat die flächendeckende Glasfaserversorgung bis 2030 in der 2023 fortgeschriebenen Gigabitstrategie für Hessen als zentrales Ziel bekräftigt:
Bis 2030 sollen flächendeckend Glasfaseranschlüsse bereitgestellt sein, dies beinhaltet auch die Glasfaseranbindung von Wohn- und Gewerbeeinheiten innerhalb von Gebäuden (FTTH). Die wachsenden Datenmengen lassen sich langfristig nur mit Glasfaser zuverlässig bewältigen. Glasfasernetze bieten gegenüber anderen Zugangstechnologien eine deutlich höhere Stabilität, Ausfallsicherheit und Energieeffizienz.
Die mobile Datenversorgung soll in Hessen bis 2030 überall dort zuverlässig verfügbar sein, wo Menschen leben, arbeiten, unterwegs sind oder sich erholen. Dafür wird die bisherige Ausrichtung auf Haushalte und Verkehrswege um eine möglichst flächendeckende Versorgung aller genutzten Räume erweitert. Hessen beschleunigt den Ausbau, um verbleibende weiße und graue Flecken – insbesondere im ländlichen Raum – zu schließen
und eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur sicherzustellen.
2026 haben das Land Hessen und die Netzbetreiber eine Mobilfunkvereinbarung unterzeichnet. Sie sieht einen marktwirtschaftlich getragenen Ausbau mit rund 4.000 neuen oder modernisierten Standorten bis 2029 vor und wird durch gemeinsame Pilotprojekte mit Netz- und Strombetreibern unterstützt. Auf dieser Grundlage wurde der Masterplan 2030 als Teil der Gigabitstrategie zur neuen Basis für die Weiterentwicklung des Mobilfunks in Hessen. Gleichzeitig richtet Hessen den Blick nach vorn, fördert die 6G-Forschung und verfolgt einen herstellerunabhängigen Ansatz. Wo klassische Mobilfunktechnik an Grenzen stößt, sollen Satellitenlösungen künftig eine robuste Notfallversorgung sicherstellen, sowie sukzessive weiterentwickelt werden.
Digitale Infrastrukturen sind für Hessen ein zentraler Baustein der Krisen- und Katastrophenvorsorge. Staat, Wirtschaft und Bevölkerung sind in Ausnahmesituationen auf stabile, belastbare Kommunikationsnetze angewiesen. Deshalb rücken neben der flächendeckenden Verfügbarkeit auch die Resilienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit digitaler Netze sowie die Zusammenarbeit der relevanten Akteure stärker in den Fokus. Mit der Einrichtung des ersten nationalen Zentrums für Digitale Resilienz im Krisenfall baut Hessen diese Strategie weiter aus. Das Zentrum soll die Widerstandsfähigkeit digitaler Infrastrukturen nachhaltig stärken, Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Krisenmanagement vernetzen und Expertise bündeln. Es entsteht auf Grundlage einer gemeinsamen Absichtserklärung von Bundesinnenministerium und Hessischer
Landesregierung.