Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung

„Künstliche Intelligenz trifft Klassenzimmer“

Digitalministerin Sinemus besucht zum Auftakt der diesjährigen Sommerreise in Kassel das Projekt ‚AI Forensics‘ sowie das FutureSpace und das Schülerforschungszentrum.

‘KI made in Hessen‘ soll ein Markenzeichen unseres Landes werden, das für Innovation, Verantwortung und Zukunft steht.

Prof. Dr. Kristina Sinemus Digitalministerin

Forschungsprojekt ‚AI Forensics‘

Zum Auftakt ihrer Sommerreise besuchte Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus heute das Wissenschaftliche Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung in Kassel und informierte sich über das internationale Forschungsprojekt ‚AI Forensics‘. Ziel des von der Volkswagen Stiftung geförderten Projekts ist es, Bürgerinnen und Bürger technische Mittel an die Hand zu geben, um die Entscheidungen, die eine KI bei einer Gesichtserkennung getroffen hat, selbstständig nachvollziehen und überprüfen zu können. Nutzende können ein Bild hochladen und mittels automatischer Untersuchung wird überprüft, wo und zu welchem Verwendungszweck das Bild genutzt wird. So lässt sich allgemeine Sicherheit mit dem Schutz vor dem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte verbinden. „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Wir möchten die Dynamik nutzen und Hessen zu einem führenden Standort für KI-Innovationen und KI-Anwendungen entwickeln: ‘KI made in Hessen‘ soll ein Markenzeichen unseres Landes werden, das für Innovation, Verantwortung und Zukunft steht. Dafür haben wir auch ministeriumsübergreifend eine eigene KI-Zukunftsagenda auf den Weg gebracht, alle Informationen stehen auf der Seite www.ki-hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster zur Verfügung“, betonte die Digitalministerin.

FutureSpace

Auf ihrer zweiten Station besuchte sie das Sommercamp des FutureSpace in Kassel, bei dem Jugendliche gemeinsam ihre Interessen vertiefen können und unter Anleitung eigene Forschungsprojekte beginnen können. Dabei sollen auch Lernangebote für Schulklassen und Kurse aufgezeigt werden. Das FutureSpace ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Jugendlichen und Erwachsenen in ihrer Bildung und Stärkung ihrer Fähigkeiten und Talente.

Klaus-Peter Haupt, Geschäftsführer des Schülerforschungszentrums Nordhessen: „Gute Bildung, egal ob für Jugendliche und Erwachsene, sollte selbstbestimmt, forschend und spielerisch sein, aber auch anerkennend und geprägt durch Respekt und Vertrauen zwischen Lehrenden und Lernenden. Wir sind für alle da, wir möchten keinen zurücklassen und allen eine Möglichkeit geben, sich mit zukunftsrelevanten Themen zu beschäftigen. Dazu gehören nicht nur Themen wie Klima und Energieversorgung, sondern auch die Vermittlung von Kenntnissen über digitale Elektronik und Halbleitertechnologien.“

„Digitale Bildung ist auch eines der zentralen Handlungsfelder unserer Digitalstrategie. Um digitale Technologien erfolgreich und sicher nutzen zu können, brauchen Menschen digitale Kompetenzen. Daher haben wir zusammen mit dem Kultusminister ein neues Pilotschulfach eingeführt, das ab September ein Schuljahr lang in zwölf weiterführenden Schulen mit rund 70 Klassen der Jahrgangsstufe 5 erprobt wird. Schülerinnen und Schüler lernen im Unterricht, wie digitale Technologien zur Lösung sozialer, ökonomischer und ökologischer Problemstellungen beitragen können. Die Einführung eines solchen interdisziplinären Unterrichtsfachs ist ein zukunftsweisender Schritt für das hessische Bildungssystem und Teil unserer Strategie. Es freut mich sehr, dass auch die Georg-August-Zinn Schule in Kassel an diesem Pilotprojekt teilnimmt“, so Hessens Digitalministerin. Als weiteren Baustein der Digitalisierungsvorhaben nannte Sinemus auch den DigitalTruck, ein rollendes Klassenzimmer, der im vergangenen Schuljahr durch alle 15 Schulamtsbezirke tourte und Neugier bei Grundschülerinnen und Grundschülern an den Möglichkeiten neuester Technik geweckt hatte. Anfang Mai machte der Truck Halt an der Carl-Anton-Henschel-Schule in Kassel.

Schülerforschungszentrum Nordhessen

Bei dem Besuch informierte sich auch die Ministerin über das Schülerforschungszentrum Nordhessen, bei dem Schülerinnen und Schüler nordhessischer Schulen von Klasse 5 bis 13 in Teams forschen und eigene Experimente und Projekte aus allen MINT-Bereichen durchführen. Betreut werden sie dabei von Studierenden der Universität Kassel, Lehrkräften sowie Referendaren aus verschiedenen Schulen Nordhessens. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Schulen in die Lage zu versetzen, alle Schülerinnen und Schüler an die digitale Welt heranzuführen und sie vollumfänglich auf das Arbeitsleben vorzubereiten.“ Das Schülerforschungszentrum Nordhessen (SFN) ist ein Kooperationsprojekt der Universität Kassel, der Stadt und des Landkreises sowie des Landes Hessen.

Die Ministerin ergänzte, dass mit Stand Juli 2022 derzeit 81 Prozent und damit 1.616 der insgesamt 2.005 Schulen in Hessen gigabitfähig angebunden seien. Die Stadt Kassel habe bereits alle Schulen in öffentlicher Trägerschaft ans schnelle Netz angebunden. „Wir werden unser Ziel erreichen und bis Ende 2022 nahezu alle öffentlichen Schulen ans Netz anbinden. 2019 sind wir mit 609 angeschlossenen Schulen gestartet, über 1.000 weitere Schulen haben wir in den vergangenen drei Jahren ans schnelle Netz angebunden“, schloss Sinemus.   

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