Europaflagge

Ideen für das digitale Europa gesucht

Sie haben Ideen für das digitale Europa? Wir unterstützen Sie. Gemeinsam wollen wir Hessens digitale Wirtschaft zum Wachstumsmotor machen – auch für Europa.

EU-Förderprogramme

Bei uns erfahren Sie auf einen Blick, für welche konkreten Digitalthemen aktuell EU-Fördermittel abrufbar sind. Per Link geht es sofort zum Antrag. Bei Bedarf steht Ihnen in Hessen ein breites Netzwerk des Landes an Fördermittel-Experten zur Verfügung, die bei der Antragstellung unterstützen können. Wir helfen bei der Vermittlung des Kontakts. Gemeinsam wollen wir Hessens digitale Wirtschaft zum Wachstumsmotor machen – auch für Europa.

Ein Europa für das digitale Zeitalter

Europa fit für das digitale Zeitalter zu machenÖffnet sich in einem neuen Fenster, lautet eine Priorität von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Damit Europas Mittelstand, Industrie und Arbeitsmarkt die Vorteile der Digitalisierung voll ausschöpfen können, hat die EU-Kommission unter dem Dach milliardenschwerer Fördertöpfe wie dem EU-Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds)Öffnet sich in einem neuen Fenster oder dem weltweit größten Forschungsprogramm HORIZONT 2020Öffnet sich in einem neuen Fenster (künftig HORIZONT EUROPAÖffnet sich in einem neuen Fenster) eine Vielzahl von Einzelfördermaßnahmen aufgelegt.

Aktuelle Förderprogramme

Die „i4Trust“-InitiativeÖffnet sich in einem neuen Fenster wird über Mittel aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont 2020“ finanziert. Das Hauptziel der Initiative ist es, die Entwicklung innovativer Dienstleistungen rund um die neuen Datenwertschöpfungsketten zu fördern. Dies soll über Bildung, Coaching und eine Anschubfinanzierung für die Schaffung von Datenräumen erreicht werden, die einen vertrauenswürdigen Datenaustausch ermöglichen. Um solche Data Spaces herum sollen sich Ökosysteme aus kooperierenden Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMUs) und unterstützenden Digital Innovation Hubs (DIH) entwickeln.

Dabei werden bis zu 3,2 Millionen Euro für die Finanzierung von 32 Experimenten bereitgestellt, an denen mindestens 150 KMU und 32 DIHs in Europa beteiligt sein sollen. Dieser Betrag wird über zwei offene Ausschreibungen verteilt, von denen die erste derzeit läuft. „i4Trust“ sucht somit Unternehmen und Digital Innovation Hubs, die innovative Dienste auf der Basis von Datenaustausch implementieren wollen. Diese Dienste sind essentiell für die Entwicklung eines europäischen Datenraums. Die Gewährleistung des sicheren Datenaustauschs ist der Schlüssel zu kosteneffizienten Smart Services und automatisierten Geschäftsprozessen.

Die ausgewählten Konsortien werden von i4Trust bei der Umsetzung der Experimentieridee unterstützt - wie zum Beispiel beim Testen, Pilotieren und Skalieren. Die ausgewählten KMUs und DIHs erhalten bis zu 120.000 Euro pro Konsortium, um ihren Business Case zu entwerfen und auszuführen. Sie werden an einem neunmonatigen maßgeschneiderten Mentoring-Programm mit anderen KMUs, DIHs und Technologiepartnern teilnehmen, die bei der Schaffung von Datenräumen zusammenarbeiten.

Das „BONSEYES“-ProjektÖffnet sich in einem neuen Fenster wird über EU-Mittel aus „Horizont 2020“ gefördert. Mit dem Projekt sollen verlässliche und vertrauenswürdige Lösungen für angewandte KI (KI) in der EU und der Schweiz entwickelt werden. BONSEYES transformiert dabei die KI-Entwicklung von einem Cloud-zentrierten Modell, das von großen Internetunternehmen dominiert wird, zu einem Edge-Device-zentrierten Modell, indem es einen Marktplatz und ein offenes KI-Labor zur Verfügung stellt.

Im Gegensatz zu bestehenden Lösungen, die ein hohes Maß an Fachwissen, Zeit und Kosten erfordern, um eingebettete Produkte mit KI auszustatten, bietet BONSEYES Zugang zu fortschrittlichen Werkzeugen und Dienstleistungen, die über einen Marktplatz und ein Ökosystem von akademischen und industriellen Kooperationspartnern bezogen werden können. Dies ermöglicht Kosten- und Zeitersparnis bei der Ausstattung von Produkten mit KI-Funktionen auf europäischer und globaler Ebene. BONSEYES soll Europa somit in die Lage versetzen, ein führender global Player in der kommenden „AI-as-a-Service“-Wirtschaft zu werden.

Im Kontext von BONSEYES soll das Projekt „BonsAPPs“ KMU bei der Digitalisierung helfen, indem es ihnen den Zugang zu KI auf einfache und erschwingliche Weise über die „BONSEYES Marketplace Platform“ ermöglicht. Für BonsAPPs ist ein Gesamt-Fördervolumen von rund 5,3 Millionen Euro vorgesehen.

Zielsetzung der ersten BonsAPPs-Ausschreibung ist die Entwicklung, Integration und Bereitstellung einer AI@Edge-Lösung unter Verwendung von Tools und Services des Bonseyes Marketplace (BMP)-Service Layers in den Bereichen Automotive, Manufacturing, Healthcare und Robotics. Dafür werden europaweit 30 KI-Talente (Forscher, PhDs/Post-Docs, Ingenieure/Entwickler, Datenwissenschaftler) gesucht. Bewerben kann man sich alleine oder in Teams von bis zu fünf Personen.

Die Finanzierung beträgt bis zu 70.000 Euro für die Entwicklung einer KI-Lösung, einschließlich eines Gutscheins von bis zu 10.000 Euro für den Zugang zu einer HPC-Cloud-Infrastruktur.

Im Juli 2022 folgt eine weitere BonsAPPs-Ausschreibung, in deren Rahmen KMU gesucht werden, die eine KI-Herausforderung definieren.

Informationen zur BewerbungÖffnet sich in einem neuen Fenster

Die Agentur der Europäischen Union für das Weltraumprogramm (EUSPA)Öffnet sich in einem neuen Fenster hat den Wettbewerb #myEUspace gestartet.
Ziel des Wettbewerbs ist es, die Entwicklung innovativer kommerzieller Lösungen (Apps, Hardware-basierte Lösungen, Tracking, Robotik usw.) in der EU zu fördern, die sich die EU-Raumfahrtprogramme Galileo und/oder Copernicus zu Nutze machen. Dafür stehen rund 1 Million Euro an Preisgeldern zur Verfügung.

Die vorgeschlagenen Lösungen sollten einen der folgenden Innovationsbereiche betreffen:

  • Move Me Smart: Intelligente Mobilitätslösungen für alle Verkehrsträger, welche die Verbesserung von Effizienz und Nachhaltigkeit ermöglichen und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen.
  • Space My Life: Mobile Anwendungen und alle anderen Lösungen die Weltraumdaten für Gesundheit, Spiele, Sport, Freizeit, Tourismus und das tägliche Leben nutzen.
  • Our Green Planet: Innovative Lösungen zur Bewältigung von Umweltproblemen, nachhaltigem Leben, Konsum und Produktion.
  • Map My World: Innovative Vermessungslösungen zur Gestaltung der Zukunft der Geomatik, der ländlichen Planung und um intelligente Städte zu gestalten.
  • Farming By Satellite: Technologische Lösungen zum Beispiel zur Verbesserung der Ernteerträge, Verringerung der Umweltauswirkungen und Optimierung der Nahrungsmittelkette.
  • Dive in Quantum: Innovative Lösungen zur Anwendung von Quantentechnologien (Computing, Sensorik, Simulation, Verschlüsselung usw.) zur Verbesserung der nachgelagerten Anwendungen im Weltraum.

Für Interessierte werden drei Webinare der EUSPA zum Wettbewerb angeboten: 23. September, 4. Oktober sowie 13. Oktober 2021 (weitere Details)Öffnet sich in einem neuen Fenster.

Das von der EU aus Horizont 2020 geförderte Projekt PLATOON zielt darauf ab, den Energiesektor in der EU zu digitalisieren. Das Projekt wird in sieben Pilotprojekten in fünf Ländern validiert, die reale Fälle von Big Data im Energiebereich liefern. PLATOON soll die europäischen Bemühungen um die Modernisierung des europäischen Stromnetzes verstärken, da es sich auf neue Smart-Grid-Dienste durch die Nutzung von Datenwissen konzentriert. Darüber hinaus wird PLATOON den Zugang zu billiger und nachhaltiger Energie für die Energieverbraucher ermöglichen. Das Projekt soll zu einer Steigerung des Verbrauchs erneuerbarer Energien, einer intelligenten Netzverwaltung, einer höheren Energieeffizienz und einer optimierten Verwaltung von Energieanlagen beitragen. PLATOON ist ein Projekt mit einem Gesamtbudget von knapp 10 Millionen Euro (9.998.445 Euro), wobei 2 Millionen Euro für eine Kaskadenfinanzierung von Projekten vorgesehen sind, bei der jedes Projekt bis zu 150.000 Euro erhalten kann.

Mit der aktuell angelaufenen zweiten Ausschreibungsrunde wendet sich das PLATOON-Projekt an Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU), die an einer technischen Lösung für die Digitalisierung des Energiesektors arbeiten (zum Beispiel Interoperabilität, Daten-Governance und Sicherheitsrahmen, Datenanalyse-Tools). In der zweiten Runde werden insgesamt rund 1 Million Euro an Fördermitteln ausgeschüttet. Es sollen sieben KMU ausgewählt werden, die bestehende eigene Produkte oder Dienstleistungen erweitern, indem sie diese in das PLATOON-Ökosystem integrieren und in den groß angelegten Pilotprojekten von PLATOON validieren. Die Integration erfolgt durch die Übernahme der bereits entwickelten gemeinsamen PLATOON-Referenzarchitektur, der Datenmodelle, APIs, Docker-Spezifikationen und so weiter. Die PLATOON-Pilotprojekte konzentrieren sich auf die Steigerung des Verbrauchs erneuerbarer Energien, das Management intelligenter Netze, die Erhöhung der Energieeffizienz und die Optimierung der Verwaltung von Energieanlagen. Die sieben ausgewählten KMU erhalten jeweils maximal 150.000 Euro an finanzieller Unterstützung sowie ein neunmonatiges Unterstützungsprogramm, in dessen Rahmen sie von PLATOONs Kernpartnern betreut werden.

ASCAPE („Artificial intelligence supporting cancer patients across Europe“), ein von der Europäischen Union finanziertes Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten durch den Einsatz von Big Data und künstlicher Intelligenz, ruft Gesundheitsdienstleister und KMU im Bereich KI/Maschinenlernen in Europa dazu auf, die neue ASCAPE-KI-Infrastruktur zu bewerten und neue Algorithmen beizusteuern. Das ASCAPE-Projekt besteht aus einem Konsortium von 15 Partnern aus zehn Ländern, an dem große Unternehmen, KMU, Forschungszentren und Universitäten beteiligt sind. (weitere Details)Öffnet sich in einem neuen Fenster

Die aktuelle Ausschreibung richtet sich an folgende Akteure:

  • Gesundheitsdienstleister wie Krankenhäuser, Ärzte, Forschungszentren oder KMU aus dem Gesundheitsbereich, die bereit sind, KI-Modelle zur Überwachung des Gesundheitszustands von Krebspatienten zu testen.
  • KMUs im Bereich KI/Maschinelles Lernen, Forschungseinrichtungen mit Fachwissen über medizinische Anwendungen im Zusammenhang mit Krebs, welche die Anwendungen der ASCAPE-Plattform auf andere Krebsarten oder medizinische Bedingungen ausweiten möchten.

ASCAPE stellt für die aktuelle Ausschreibung Mittel von maximal 250.000 Euro zur Verfügung. Aus diesen Mitteln werden voraussichtlich europaweit drei bis fünf Begünstigte finanziert werden können. Die Ausschreibung ist in zwei Unterausschreibungen aufgeteilt. (weitere Details)Öffnet sich in einem neuen Fenster

Für das EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ liegt das Arbeitsprogramm für die Jahre 2021 bis 2022 vor. Insgesamt werden mit dem Arbeitsprogramm für 2021 und 2022 EU-Fördermittel in Höhe von circa 14,7 Milliarden Euro bereitgestellt. Diese Investitionen dienen vorrangig dazu, den ökologischen und den digitalen Wandel zu beschleunigen. Im sogenannten „Cluster 4 – Digital, Industry and Space“ von Horizont Europa sind für das Themenfeld Satelliten und Weltraum (offizieller Ausschreibungs-Untertitel: „SPACE“) insgesamt 22 Ausschreibungen für die Jahre 2021 und 2022 vorgesehen (siehe Arbeitsprogramm zu Cluster 4Öffnet sich in einem neuen Fenster S. 307 ff. sowie S. 337 ff.).

Das Gesamtfördervolumen für SPACE beträgt 136,22 Millionen Euro für das Jahr 2021 sowie 85,7 Millionen Euro für das Jahr 2022. Die SPACE-Ausschreibungen für 2021 und für 2022 sollen voraussichtlich allesamt am 28. Oktober 2021 veröffentlicht werden. Die Frist für Anträge läuft für alle Ausschreibungen voraussichtlich am 16. Februar 2022 ab.

Unter diesem LinkÖffnet sich in einem neuen Fenster werden die kommenden Ausschreibungen für 2021 und 2022 des Themenbereiches SPACE mit ihrem offiziellen Titel aufgeführt. Außerdem wird ein kurzer Einblick in die Thematik der jeweiligen Ausschreibung gegeben. Weiterführende Informationen können über Verweise auf die exakte Fundstelle im ArbeitsprogrammÖffnet sich in einem neuen Fenster gewonnen werden. Über den offiziellen Titel sind die aktuellen Ausschreibungen im offiziellen Förderportal der EUÖffnet sich in einem neuen Fenster auffindbar. Dort kann dann auch die Bewerbung erfolgen.

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