Digitalministerin Kristina Sinemus besucht eine Klasse, die ihr gesamtes Schulprogramm digital aufgestellt hat.

Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung

Digitale Möglichkeiten bringen Zeit für wesentliche Aufgaben

Digitalministerin überreicht Bescheid aus „Ehrenamt digitalisiert!“ über 12.084 Euro an Förderverein der Sophie-Scholl-Schule Bad Nauheim

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Leistungs- und netzwerkfähige Rechner, moderne Mitgliederverwaltungs- oder Buchhaltungsprogramme sind bei Weitem noch nicht in allen hessischen Vereinen Standard. Daher unterstützt die Hessische Landesregierung mit dem Programm „Ehrenamt digitalisiert!“ weiterhin gemeinnützige Institutionen auf dem Weg der Digitalisierung. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat dem Förderverein der Sophie-Scholl-Schule Bad Nauheim heute eine Förderzusage über 12.084 Euro für das Projekt „Sophietech“ überreicht.

„Ehrenamt hat viele Gesichter und Formate. Sie engagieren sich für das Wohl Ihrer Kinder und sind mit Herzblut bei der Sache, um über den eigentlichen Schulalltag hinaus Angebote zu ermöglichen. Dank digitaler Möglichkeiten gewinnen Sie Zeit, um sich auf die wesentliche Arbeit konzentrieren zu können. Als Land Hessen unterstützen wir daher gerne ihr Projekt“, sagte Ministerin Sinemus.

Durch Digitalisierung mehr Zeit für die Vereinsaufgabe

Der Förderverein der Grundschule will mit dem Projekt „Sophietech“ ein Vereinsportal mit integrierter Datenbank einrichten, um die Mitgliederverwaltung zu automatisieren. Dies beschleunigt und optimiert die bestehenden Prozesse, schafft so mehr Zeit für die eigentliche Aufgabe des Vereins und ist bei der Vermeidung von Fehlern, wie dem Doppel-Versand von Einladungen, hilfreich. Der Vorstand verspricht sich durch das Portal zudem eine leichtere Übergabe beim Wechsel von Vorstandspositionen. Parallel dazu werden von dem Fördergeld zwei neue digitale Endgeräte beschafft, an denen die Mitglieder des Fördervereins im Rahmen einer individuellen/internen Schulung angelernt werden. Die Anschaffung eines Tablets soll beispielsweise die Mitgliedergewinnung vereinfachen, indem sich Interessierte bei Schulfesten direkt über das Tablet beim Förderverein anmelden können. Um die Außenwirksamkeit des Vereins zu steigern, wird außerdem eine professionelle Überarbeitung der Homepage angestrebt. „Die Sophie-Scholl-Schule versucht jedes Kind individuell mit seinen Begabungen anzusprechen und zu unterstützen. Als Förderverein wollen wir künftig ebenfalls durch digitale Lösungen personalisierbare Kommunikation mit unseren Mitgliedern ermöglichen“, erläuterte Martina Wiesenbauer-Vrublovsky, Schriftführerin des Fördervereins. „Wir haben während Corona unser gesamtes Schulprogramm – bis hin zum Sportunterricht – digital aufgestellt. Die Erfahrungen, die wir dabei sammeln konnten, fließen auch bei der Digitalisierung des Fördervereins ein“, ergänzte Christina Vennemann-Korb, Schulleiterin der Sophie-Scholl-Schule Wetterau.

Hintergrund

Das Förderprogramm „Ehrenamt digitalisiert!“ wurde 2020 im Geschäftsbereich der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung initiiert, um den digitalen Wandel in ehrenamtlichen Organisationen zu unterstützen. Seitdem haben fast 500 gemeinnützige Institutionen Beträge zwischen 5.000 und 15.000 Euro erhalten. Das Gesamtbudget belief sich auf rund 4,6 Millionen Euro. Mit dem Förderprogramm „Ehrenamt digitalisiert!“ können gemeinnützige Institutionen, deren hessische Dachverbände sowie gemeinnützige juristische Personen des Privatrechts Unterstützung für Digitalisierungsvorhaben beantragen. Der Schwerpunkt sollte auf der internen Verwaltung oder Struktur der Organisation liegen, wie beispielsweise der Mitgliederverwaltung oder digitalen Besprechungen sowie der Gewinnung neuer Mitglieder. Darüber hinaus können Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen wie zum Beispiel zum Umgang mit den neuen Technologien oder zur Einführung neuer Abläufe und Prozesse gefördert werden. Besonders erwünscht sind ganzheitliche und nachhaltige Konzepte. Der Eigenanteil der Institution liegt bei mindestens zehn Prozent der Gesamtausgaben.