Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung

Vollständig papierloses Arbeiten in den Gremien

Fuldatal/Wiesbaden. Damit die Mandatsträger künftig komplett digital ihrem Ehrenamt nachgehen können und die Kindertagesstätten digital dokumentieren und kommunizieren können, schafft die Gemeinde Fuldatal Tablets sowie die zur Verwaltung der Geräte benötigte Software an. Das Projekt wird vom Land Hessen durch die Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen“ mit 49.000 Euro unterstützt. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat jetzt die Förderzusage auf den Weg gebracht.

„Wir wollen die Möglichkeiten moderner IT-Infrastruktur, innovativer Technologien und optimierter Prozesse ausschöpfen, um die Verwaltung stetig zu modernisieren und die vielfältigen Aufgaben effizient und bürgernah zu erfüllen“, sagte die Ministerin. „Die digitalen Möglichkeiten eröffnen neue Perspektiven, weshalb wir als Land Hessen die Kommunen ermuntern, diese Chancen zu ergreifen und gerne finanziell und beratend unterstützen. Und auch Mandatsträger brauchen gute Möglichkeiten, um ihr Ehrenamt möglichst effektiv ausüben zu können.“

Digitale Kommunikation statt Papierberge

Die Gemeinde Fuldatal hat bereits 2019 ein Ratsinformationssystem eingerichtet. Damit die Mandatsträger künftig vollständig papierlos arbeiten können, will die Gemeinde Tablets anschaffen. Dies erspart zudem den Ausdruck und die Auslieferung der Sitzungsdokumente. Zudem werden die Gremienmitglieder an das gemeindliche E-Mail-System angeschlossen und können hierüber an Videokonferenzen teilnehmen. Somit ist eine digitale Kommunikation bei der Gremienarbeit, aber auch mit Bürgerinnen und Bürgern gewährleistet.

Auch in den Kindertagesstätten sollen Tablets und ein entsprechendes Management System dazu beitragen, die Arbeit zu erleichtern. So sollen die Kommunikation mit den Eltern via App oder die Dokumentation der Entwicklung der Kinder digital ermöglicht werden, zudem die Verwaltungsvorgänge wie Personaleinsatzplanung effizienter gestaltet werden.

„Dank der Unterstützung unserer Digitalisierungsprojekte durch die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung sowie die gute Zusammenarbeit im Rahmen des Programms ,Starke Heimat Hessen‘ können wir unsere Ziele zur Digitalisierung der Mandatsträger und Kindertagesstätten weiter umsetzen. Die Gemeinde Fuldatal wird ihr digitales Angebot für die Bürgerinnen und Bürger auch in anderen Bereichen erweitern“, so der Fuldataler Bürgermeister Karsten Schreiber.

Um die Kommunen zu unterstützen, Austausch und Vernetzung zu ermöglichen, hat die Hessische Landesregierung im Frühjahr 2020 die Geschäftsstelle Smarte Regionen im Haus der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung eingerichtet. Diese ist ein zentraler Anlaufpunkt für alle Belange im Bereich smarter Kommunen. „Unser Ziel ist es, mithilfe digitaler Technologien das Leben der Bürgerinnen und Bürger angenehmer zu gestalten, Ressourcen zu schonen, Inklusion und Teilhabe zu steigern. Die smarte Region ermöglicht den Handelnden aus Wirtschaft und Politik, mit digitalen Angebote realen Nutzen zu schaffen“, sagte Digitalministerin Sinemus.

Hintergrund Programm „Starke Heimat Hessen“

Mit dem Programm „Starke Heimat Hessen“ werden die Kommunen bei wichtigen Zukunftsprojekten unterstützt. Dazu zählen unter anderem Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung oder die Stärkung des ÖPNVs. Rund 20 Millionen Euro stehen jährlich von 2020 bis 2024 im Bereich der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung zur Verfügung, die in drei Maßnahmen aufgeteilt sind. Jeweils vier Millionen Euro fließen von 2020 bis 2024 in die Digitalisierungsplattform Civento, die vom Land Hessen den Kommunen flächendeckend kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Die Plattform bildet einen zentralen Baustein für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes im kommunalen Bereich. Zudem können Kommunen darauf Anträge elektronisch bearbeiten – ein wichtiger nächster Schritt hin zur Volldigitalisierung der kommunalen Verwaltung. Weitere knapp 16 Millionen Euro wurden 2020 für die Verwaltungsdigitalisierung zur Verfügung gestellt. Und drittens werden von 2021 bis 2024 jeweils bis zu 16 Millionen Euro für die Förderung kommunaler Vorhaben verwendet, die innovative Projekte in Themenfeldern der Digitalisierung kommunaler Handlungsfelder im Sinne von Smart City / Smart Region betreffen. Projekte werden mit 100.000 Euro bis 2,5 Millionen Euro unterstützt – bei einer Förderquote von 90 Prozent und einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren.

Nähere Informationen unter www.digitales.hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster/Foerderprogramme/Starke-HeimatÖffnet sich in einem neuen Fenster oder www.smarte-region-hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster.