Mehrere Personen stehen in einem großen Gebäudeflur nebeneinander.

Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Internationaler Frauenclub Kassel e.V. erhält 6.500 Euro aus Förderprogramm

Der Internationale Frauenclub Kassel e.V. schafft eine digitale Grundlage zur Digitalisierung der internen Vereinsprozesse. Das Projektvorhaben umfasst fünf aufeinander abgestimmte Maßnahmen, die unter anderem eine professionelle Neustrukturierung der Software-Umgebung des Vereins, die Digitalisierung der Mitgliederverwaltung und die Implementierung eines digitalen Wissens- und Übergabemanagements vorsieht. Möglich macht diese Vorhaben eine Förderung des Ministeriums für Digitalisierung und Innovation über 6.500 Euro aus dem Programm „Ehrenamt digitalisiert!“. Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat den Bescheid heute während ihrer Sommerreise an Präsidentin Rebecca Lange überreicht.

Ältester Serviceclub in Kassel

„Hinter jedem erfolgreichen Verein stehen Menschen, die ihre Zeit, ihre Ideen und ihr Herzblut für andere einsetzen. Dieses Engagement ist von unschätzbarem Wert. Wenn digitale Werkzeuge dabei helfen, die Vereinsarbeit einfacher zu organisieren und Ehrenamtliche zu entlasten, profitieren davon nicht nur die Vereine selbst, sondern auch die vielen Menschen, die sich dort begegnen und engagieren“, betonte Digitalministerin Sinemus. „Gerade im Jubiläumsjahr ‚80 Jahre Hessen‘ zeigt der Internationale Frauenclub Kassel eindrucksvoll, wie gelebte Verständigung, Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement seit Generationen unser Land prägen und heute mit digitalen Lösungen fit für die Zukunft gemacht werden.“ Der Club wurde 1949 als „Deutsch-Amerikanischer Frauenclub“ von deutschen Frauen und amerikanischen Offiziersfrauen gegründet. Ziel war es, in der Nachkriegszeit Vorurteile abzubauen, Verständigung zu fördern und durch persönliche Begegnungen neue Freundschaften entstehen zu lassen. Heute ist der Internationale Frauenclub der älteste Serviceclub Kassels und engagiert sich weiterhin für den interkulturellen Austausch sowie für soziale Projekte in der Region.

Präsidentin Rebecca Lange: „Wie viele ehrenamtlich getragene Vereine befinden auch wir uns in einer Phase des Generationenwechsels. Dieses Projekt ermöglicht es uns, unsere Arbeitsweise zu modernisieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle Mitglieder die neuen Systeme sicher und selbstbewusst nutzen können. Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen, steht seit jeher im Mittelpunkt unserer Arbeit. Die Art und Weise, wie wir das tun, hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert – unser Auftrag jedoch nicht. Die Digitalisierung wird uns dabei helfen, diese Verbindungen weiter zu stärken, den Austausch mit den jungen Menschen und Organisationen, die wir unterstützen, zu intensivieren und unseren Club auch für die Zukunft gut aufzustellen.“

Hintergrund „Ehrenamt digitalisiert!“

Das Förderprogramm „Ehrenamt digitalisiert!“ wurde 2020 im Haus der Digitalministerin initiiert, um den digitalen Wandel in ehrenamtlichen Organisationen, insbesondere im Bereich der internen Verwaltung, zu unterstützen. Seitdem haben rund 1.130 gemeinnützige Institutionen Beträge zwischen 5.000 und 15.000 Euro erhalten. Im Landeshaushalt stehen in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro für „Ehrenamt digitalisiert!“ zur Verfügung. Das Gesamtbudget in den sechs Jahren belief sich auf rund 10,7 Millionen Euro. Mit dem Förderprogramm „Ehrenamt digitalisiert!“ können gemeinnützige Institutionen, deren hessische Dachverbände sowie gemeinnützige juristische Personen des Privatrechts Unterstützung für Digitalisierungsvorhaben beantragen. Der Schwerpunkt der Digitalisierungsvorhaben muss auf der internen Verwaltung oder Struktur der Organisation liegen, wie beispielsweise der Mitgliederverwaltung oder digitalen Besprechungen sowie der Gewinnung neuer Mitglieder. Darüber hinaus können Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen wie zum Beispiel zum Umgang mit den neuen Technologien oder zur Einführung neuer Abläufe und Prozesse gefördert werden.