Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Innovation braucht Investition

Hessen Venture Capital Forum setzt Impulse für mehr Wachstumskapital

Junge Unternehmen brauchen verlässlichen Zugang zu Kapital, damit aus innovativen Ideen erfolgreiche Geschäftsmodelle werden. Gerade technologieorientierte Start-ups sind auf ausreichende Finanzierung angewiesen, um neue Technologien zur Marktreife zu bringen, neue Märkte zu erschließen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Hessen zählt inzwischen zu den dynamischsten Gründungsstandorten Deutschlands: Die Zahl der Start-up-Neugründungen ist im vergangenen Jahr um 29 Prozent gestiegen. Gleichzeitig bestehen in Deutschland und Europa weiterhin Finanzierungslücken, insbesondere bei größeren Wachstums- und Skalierungsrunden. Vor diesem Hintergrund hat die Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, Prof. Dr. Kristina Sinemus, zum Hessen Venture Capital Forum eingeladen.

„Start-ups sind wichtige Impulsgeber für Innovation, neue Geschäftsmodelle und hochwertige Arbeitsplätze. Damit sie ihr Potenzial entfalten können, braucht es Investitionen in Zukunftstechnologien ebenso wie ausreichend Wagnis- und Wachstumskapital. In Hessen setzen wir dabei auf eine Kombination aus gezielter Förderung und aktiver Unterstützung: Mit Programmen wie Distr@l und Beteiligungsfonds verbessern wir die Finanzierungsmöglichkeiten für innovative Unternehmen. Gleichzeitig stärken wir durch strategische Partnerschaften mit der Wirtschaft den Wissenstransfer, die Vernetzung und den Transfer neuer Ideen in die Praxis. Als Digitalstandort Nummer 1 in Deutschland und mit einem der bedeutendsten Finanzplätze Europas wollen wir diese Stärken noch enger verzahnen und Hessen als führenden Standort für Innovation, Finanzierung und unternehmerisches Wachstum weiterentwickeln“, sagte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Stärkung von Wettbewerb und Zusammenarbeit

Beim Hessen Venture Capital Forum kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Finanzwirtschaft, Verbänden sowie der Start-up- und Scale-up-Szene zusammen. Ein zentrales Ergebnis des Austauschs war die gemeinsame Einschätzung, dass Deutschland seine Attraktivität als Venture-Capital-Standort weiter steigern muss. Dafür braucht es international wettbewerbsfähige und praxistaugliche Rahmenbedingungen für Fonds, eine lückenlose Finanzierungskette von der Gründung bis zur Expansion sowie eine stärkere Aktivierung privaten und institutionellen Kapitals für Zukunftsinvestitionen.

Diskutiert wurden zudem Wege, den Markteintritt neuer Fondsanbieter zu erleichtern und damit Wettbewerb, Dynamik und Vielfalt im Ökosystem zu stärken. Ebenso bestand Einigkeit darüber, dass die Zusammenarbeit zwischen Investorinnen und Investoren, Aufsicht, Politik und Gründerszene weiter intensiviert werden sollte.

Besondere Chancen wurden für Hessen und insbesondere Frankfurt am Main gesehen, die Position als führender deutscher Standort für Venture Capital, Fondsansiedlungen und Wachstumsfinanzierungen weiter auszubauen. Der regelmäßige Dialog zwischen Politik, Finanzwirtschaft und Innovationsökosystem gilt dabei als wichtiger Baustein, um die Rahmenbedingungen für Wagniskapital in Deutschland und Europa nachhaltig zu verbessern.

Sinemus machte abschließend deutlich, dass Forschung, Talente und eine leistungsfähige Infrastruktur die Grundlage erfolgreicher Innovationsökosysteme bilden. Entscheidend sei jedoch auch der Zugang zu Kapital: Nur wenn digitale Innovationen, Künstliche Intelligenz und andere Zukunftstechnologien ausreichend finanziert würden, könnten sie skaliert, international vermarktet und zu einem nachhaltigen Wachstumsmotor für Hessen werden.