Hessen bleibt unter den Spitzenreitern beim Glasfaserausbau. Laut der heute veröffentlichten Marktanalyse des Branchenverbands Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) belegt das Bundesland sowohl bei der Ausbau- als auch der Anschlussquote Platz 1 unter den sieben süddeutschen Bundesländern – wie schon im vergangenen Jahr. Insgesamt liegt Hessen bei beiden Quoten über dem Bundesdurchschnitt, bei der Anschlussquote um 8,1 Prozentpunkte, bei der Ausbauquote um 6,4 Prozentpunkte.
„Dieses sehr gute Ergebnis verdanken wir dem Schulterschluss zwischen allen am Ausbau Beteiligten – Unternehmen, Verwaltung und Politik“, betont Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus. „Nur durch das große Engagement und die Lösungsorientierung auf allen Seiten können wir dieses enorme Infrastrukturprojekt stemmen. Und natürlich werden wir uns auf diesen Ergebnissen nicht ausruhen, sondern uns weiter für den flächendeckenden Glasfaserausbau einsetzen.“ Rund 240.000 Anschlüsse sind laut Meldungen der Deutschen GigaNetz, Deutschen Glasfaser, Entega, GVG Glasfaser, Telekom Deutschland, Vodafone/OXG und YplaY Germany im Rahmen der Glasfaser-Offensive innerhalb eines Jahres entstanden. Damit wächst die Glasfaseranschlussquote in Hessen laut BREKO um zwei Prozentpunkte von 35,9 Prozent auf 37,9 Prozent und macht Hessen zum drittstärksten Flächenland und bundesweit Viertplatzierten. Auch die Glasfaserausbauquote stieg von 61,2 auf fast 70 Prozent. Damit liegt das Bundesland auf Platz 5 unter den Flächenländern. Die Glasfaserausbauquote beschreibt den Anteil der Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, in deren Nähe eine Glasfaserleitung zumindest in der Straße liegt.
Glasfaser-Offensive und gezielte Förderungen
Um den Ausbau weiter voranzutreiben, hat das Land nicht nur mittels der Glasfaser-Offensive den Schulterschluss mit den Telekommunikationsunternehmen gesucht, sondern investiert auch gezielt an Orten, an denen kein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfindet. In der aktuellen Legislaturperiode wurde dafür bislang ein knapp mittlerer dreistelliger Millionenbetrag bereitgestellt. Zuletzt konnten sich der Landkreis Gießen, die Stadt Frankfurt sowie die Gemeinden Edertal und Diemelsee über Förderbescheide freuen. Zusätzlich unterstützt das Land die Telekommunikationsunternehmen und Verwaltungen mit dem OZG-Breitbandportal, mit dem sich volldigital Anträge auf Verlegung von Telekommunikationsleitungen stellen lassen und diese im Idealfall in wenigen Tagen bearbeitet werden können.
Die Glasfaser-Offensive wurde 2024 gestartet und folgte auf den erfolgreichen Glasfaserpakt aus dem Jahr 2022. Die Digitalministerin hat mit sieben Telekommunikationsunternehmen Einzelvereinbarungen getroffen, um den Ansatz eines marktgetriebenen Ausbaus weiterzuführen.