Digitalstaatssekretär Stefan Sauer hat den Förderbescheid an die Bürgermeister von Hirschhorn und Neckarsteinach, Martin Hölz und Lutz Spitzner, überreicht.
Durch die Förderung sollen bis Juli 2029 sämtliche Ortsteile flächendeckend mit zukunftsfähiger Glasfaser versorgt werden. Insgesamt sollen rund 490 Haushalte und rund 40 Unternehmen an das Glasfasernetz angebunden werden.
„Zukunft baut auf Glasfaser – und dafür ziehen wir alle an einem Strang. Mit ihrer interkommunalen Zusammenarbeit zeigen Hirschhorn und Neckarsteinach, wie der Ausbau effizient und zielgerichtet vorankommt. Denn ein flächendeckendes Glasfasernetz ist die Grundlage für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land und Voraussetzung dafür, dass digitale Anwendungen von morgen überall genutzt werden können – im Alltag wie in der Wirtschaft“, sagte Digitalstaatssekretär Stefan Sauer.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 4,9 Millionen Euro. Der Bund übernimmt davon 2,45 Millionen Euro, das Land Hessen 1,96 Millionen Euro, die Kommunen tragen die verbleibenden rund 500.000 Euro.
Förderung und Zusammenarbeit im Überblick
Der Bürgermeister von Hirschhorn, Martin Hölz sagte: „Mit den Förderungen seitens des Bundes und des Landes Hessen bringen wir den flächendeckenden Glasfaserausbau im Hessischen Neckartal weiter voran. Das ist ein starkes Signal der Unterstützung für unsere kommunale Arbeit und eine wesentliche Investition in die Zukunftsfähigkeit von Hirschhorn und Neckarsteinach. Insbesondere freue ich mich über den Erfolg unserer interkommunalen Zusammenarbeit und bedanke mich herzlich bei den Fördermittelgebern und allen Mitwirkenden.“
Der Bürgermeister von Neckarsteinach, Lutz Spitzner sagte: „Schnelles Internet ist längst kein Luxus mehr, sondern Grundversorgung. Mit dem Glasfaserausbau schaffen wir für fast 500 Haushalte und über 40 Unternehmen in Hirschhorn und Neckarsteinach die Voraussetzung, auch künftig als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu bleiben. Dass wir das im hessischen Neckartal gemeinsam umsetzen, macht es effizienter – und dass Bund und Land es mit über vier Millionen Euro fördern, zeigt: Auch ländliche Kommunen werden beim digitalen Wandel nicht abgehängt.“
Die Förderung erfolgt im Rahmen des dritten Förderaufrufs des Programms „Gigabitförderung 2.0“ des Bundes, von dem zahlreiche hessische Landkreise und Kommunen profitieren. Im Fokus stehen insbesondere Gebiete mit einem hohen Anteil unterversorgter Adressen, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen nicht wirtschaftlich ist. In dieser Ausbaustufe sollen hessenweit rund 20.000 Glasfaseranschlüsse entstehen. Der Bund stellt hierfür rund 90 Millionen Euro bereit, das Land Hessen kofinanziert den Ausbau mit rund 72 Millionen Euro.
Der Ausbau der digitalen Infrastruktur heute ist der Wirtschaftsmotor von morgen. Nach den aktuellsten Zahlen des Gigabit-Grundbuchs des Bundes (Stand Mitte 2025) sind knapp 79 Prozent aller hessischen Haushalte gigabitfähig – also mit einer Bandbreite von 1.000 Megabit pro Sekunde – versorgt. Auch der Ausbau des Glasfasernetzes schreitet in Hessen weiter voran. Inzwischen verfügen rund 38 Prozent aller Haushalte über einen echten Glasfaseranschluss (Stand Mitte 2025).