Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung

„Bund und Land fördern die digitale Ausstattung der Schulen“

Eschwege. Der Werra-Meißner-Kreis erhält rund 6,178 Millionen Euro aus dem DigitalPakt Schule, um die digitale Infrastruktur der Schulen in seiner Trägerschaft auszubauen. Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt hat heute die Förderzusagen für bereits bewilligte Maßnahmen an Landrätin Nicole Rathgeber überreicht.

„Junge Menschen müssen auf die stetig digitaler werdende Gesellschaft bestmöglich vorbereitet werden. Mit dem DigitalPakt Schule schaffen wir die technische Grundlage, damit die Schülerinnen und Schüler die dafür notwendigen Kompetenzen erwerben“, sagte Burghardt. „Als Land Hessen unterstützen wir die Schulträger umfassend bei der Digitalisierung. Zusätzlich zu den bisherigen Aktivitäten haben wir Ende 2020 eine Taskforce gegründet, um mit gebündelten Kräften die Umsetzung des DigitalPakts Schule zu beschleunigen. Zudem haben wir die Antragsverfahren vereinfacht. Weiterhin haben wir eine Service- und Beratungsstelle geschaffen, um Fragen und Herausforderungen schnell zu lösen. Dass alle kommunalen Schulträger ihre Kontingente vollständig und fristgerecht ausschöpfen konnten, sehe ich als Erfolg unserer gemeinsamen Anstrengungen.“

Auch der Werra-Meißner-Kreis hat fristgerecht bis Ende 2021 alle Förderanträge gestellt. Insgesamt verfügt der Landkreis über ein Kontingent von rund 6,178 Millionen Euro. Das Geld dient der Neuanschaffung oder dem Austausch von digitalen Geräten wie Computern, Laptops, Tablets, Druckern, PC-Zubehör, Beamern, Touch-Boards, Dokumentenkameras sowie von Messgeräten. Ferner soll die digitale Vernetzung verbessert und ausgebaut werden. Dazu werden unter anderem Verkabelungen auf- und ausgebaut, um flächendeckende WLAN-Netzwerke zu schaffen sowie technisches Equipment wie Server, Router oder Switches angeschafft.

Schulen werden ans schnelle Internet angebunden

Landrätin Nicole Rathgeber unterstreicht: „Der DigitalPakt Schule hilft uns ganz entscheidend, das Ziel der digitalen Schulen schnell und konsequent zu erreichen und es wird die Unterrichts- und Lernbedingungen der Lehrerinnen und Lehrer, vor allem aber der Schülerinnen und Schüler, ganz entscheidend verbessern und auch für mehr Chancengleichheit sorgen.“

Gut voran geht es auch mit der Anbindung der Schulen im Werra-Meißner-Kreis ans schnelle Internet. 28 Einrichtungen in Trägerschaft des Kreises verfügen bereits über gigabitfähige Anschlüsse, bis Ende 2022 sollen alle 35 Schulen einen Glasfaseranschluss erhalten. Mit Stand Dezember 2021 verfügen 77 Prozent der hessischen Bildungseinrichtungen schon über gigabitfähige Anschlüsse. Bis Ende 2022 sollen nahezu alle Schulen in Hessen ans Highspeed-Internet angeschlossen sein.

Zusätzlich zum originären DigitalPakt haben Bund und Länder drei weitere Zusatzvereinbarungen für digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte und den Ausbau des IT-Supports geschlossen, die insbesondere digitale Unterrichtsformen während des pandemiebedingt eingeschränkten Schulbetriebs unterstützen sollen. Hier wurden die Bundesmittel (je 37,2 Millionen Euro) auf jeweils 50 Millionen Euro durch das Land Hessen aufgestockt.

Zum Hintergrund

Der DigitalPakt Schule ist eine gemeinsame Anstrengung von Bund, Land und Schulträgern. Rund 500 Millionen Euro können durch das Landesprogramm „Digitale Schule Hessen“ investiert werden. Neben Bundesmitteln in Höhe von 372 Millionen Euro (75 Prozent) haben die Hessische Landesregierung und die Schulträger 124 Millionen Euro (25 Prozent) zur Verfügung gestellt. Die öffentlichen Schulträger müssen bis spätestens Mitte Mai 2024 alle hieraus finanzierten Maßnahmen umgesetzt haben. Bis Ende 2021 haben alle 34 öffentlichen Schulträger in Hessen fristgemäß ihre Anträge für Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule eingereicht, so dass die zur Verfügung stehenden Mittel vollständig ausgeschöpft wurden. Mit dem DigitalPakt, der in Hessen als Baustein des Landesprogramms „Digitale Schule Hessen“ umgesetzt wird, werden Investitionen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der digitalen kommunalen Bildungsinfrastruktur wie die Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung von Schulen gefördert.

Um die Inanspruchnahme der Fördermittel durch die Schulträger zu erhöhen und das Abwicklungsverfahren zu beschleunigen, wurde eine gemeinsame „Taskforce DigitalPakt Schule“ mit Kultusministerium, Finanzministerium und Innenministerium im Bereich der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung unter Leitung von Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt eingerichtet.