Glasfaserkabel

Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung

2,8 Millionen Euro zur Glasfaseranbindung im Landkreis Fulda

Land Hessen ermöglicht es, insgesamt 22 Standorte mit Glasfaseranschlüssen auszustatten.

Die flächendeckende Glasfasererschließung im Landkreis Fulda schreitet voran. Das Land Hessen fördert Maßnahmen für die Breitbandversorgung schwer erschließbarer Einzellagen in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro. Zwei Förderbescheide hat die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus, heute virtuell an Landrat Bernd Woide übergeben. Die finanzielle Unterstützung des Landes Hessen ermöglicht es, insgesamt 22 Standorte mit Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude hinein auszustatten, darunter befinden sich 15 Gewerbestandorte.

Mit den Mitteln aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes” (GAK) werden Maßnahmen zur Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume gefördert, hierzu gehört auch die Bezuschussung der Glasfaseranbindung von Außenlagen. Ziel der GAK-Förderung ist es, unterversorgte ländliche Gebiete, wie die im Landkreis Fulda besser an die Breitbandnetze anzuschließen. Durch kleinräumige Maßnahmen, die Lücken in der bestehenden Breitbandinfrastruktur schließen, ergänzt die GAK-Förderung das Bundesprogramm für den Breitbandausbau und die damit angestrebten Versorgungsziele. Förderfähig sind die Schließung von Wirtschaftlichkeitslücken bei Investitionen in leitungsgebundene oder funkbasierte Breitbandinfrastruktur, die Verlegung von Leerrohren sowie Machbarkeitsuntersuchungen, Planungs- und Beratungsleistungen.

Ländlichen Raum stärken

Da die digitale Erschließung entlegenerer Gebäude marktwirtschaftlich oft nicht darstellbar ist, fördert das Land Hessen regelmäßig deren Gigabitanbindung. Das im Landkreis Fulda geförderte Vorhaben besteht aus zwei Teilen: einem Planungs- und einem Bauvorhaben. Die Planungsleistungen werden mit 27.000 Euro gefördert, das Bauvorhaben mit rund 2,7 Millionen Euro. Mit dem Ausbau sollen 22 Standorte gigabitfähige Glasfaseranschlüsse direkt bis ins Haus erhalten. 28 Leerrohr- und 112 Glasfaserkilometer sollen dafür verlegt werden.

„Marktgetriebener Ausbau kann in erster Linie nur dort erfolgen, wo er wirtschaftlich ist. Gerade in weit verzweigten geografischen Lagen kann dies zu einer besonderen Herausforderung werden“, sagte Digitalministerin Sinemus. „Doch wir wollen den ländlichen Raum stärken und schnelle Breitbandanbindungen für alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch im Außenbereich. Das heute im Mittelpunkt stehende Förderprojekt deckt ideal und passgenau den Bedarf im Landkreis Fulda. Der Landkreis stärkt durch die Anbindung der schwer erschließbaren Standorte seinen Anspruch als exzellenter Wirtschafts- und Lebensstandort“, so die Ministerin. Das Vorhaben sei darüber hinaus ein wichtiger Baustein zur Zielerreichung der flächendeckenden Glasfaserversorgung gemäß der Hessischen Gigabitstrategie.

Gigabitausbau

Knapp 99 Prozent der Haushalte im Landkreis Fulda können inzwischen mit mindestens 50 Mbit/s surfen. Mehr als 80 Prozent sogar mit mindestens 200 Mbit/s. 60 Prozent der Haushalte haben bereits die Möglichkeit, auf Anschlüsse mit bis zu 1Gbit/s zuzugreifen.

„Gerade der Ausbau im ländlichen Bereich ist für den Landkreis Fulda besonders wichtig, um Gewerbe-, Handwerks- und landwirtschaftliche Betriebe zukunftsfähig aufzustellen. Unser Ziel der kommenden Jahre ist es, Glasfaser bis in jedes Haus und jedes Unternehmen zu bringen. Wir wollen nicht nur schnelles, sondern super schnelles Internet. Damit wollen wir die Region und vor allem den ländlichen Raum im Landkreis Fulda zukunftsfähig machen und die wirtschaftliche Entwicklung fördern“, erläutert Fuldas Landrat Bernd Woide. „Solche Vorhaben sind aber ohne finanzielle Unterstützung gar nicht möglich. Wir danken dem Land für diese beiden wichtigen Förderbescheide.“

Das Land Hessen investiert in dieser Legislaturperiode so viel wie noch nie in den Gigabitausbau. Der Fokus liegt zunächst auf der Erschließung sozioökonomischer Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäusern sowie Gewerbeanbindungen, auch um die hessischen Unternehmen fit für 5G zu machen. „Die Corona-Pandemie beweist eindrucksvoll, wie wichtig und richtig diese bereits 2018 von der Hessischen Landesregierung getroffene Fokussierung war“, betonte Ministerin Sinemus. „Ziel unserer Gigabitstrategie für Hessen ist eine flächendeckende Glasfaserversorgung bis 2030. Der Landkreis Fulda unterstützt mit seinen vielfältigen Bemühungen die Schaffung einer hochleistungsfähigen und zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur, wofür ich allen Beteiligten ausdrücklich danke.“