Auch vom zweiten Förderaufruf im Bundesprogramm „Gigabitförderung 2.0“ profitieren zahlreiche Kommunen in Hessen, darunter die Stadt Flörsheim am Main. Das Land Hessen unterstützt den weiteren Glasfaserausbau vor Ort mit 200.000 Euro. Das sogenannte Lückenschluss-Programm richtet sich an kleinere unterversorgte Gebiete, die nach einem bereits geplanten, laufenden oder abgeschlossenen privatwirtschaftlichen Ausbau im übrigen Gemeindegebiet verblieben sind. Staatssekretär Stefan Sauer hat heute den Förderbescheid des Landes an Bürgermeister Dr. Bernd Blisch überreicht.
„Durch das Lückenschluss-Programm wird sichergestellt, dass keine unterversorgten Gebiete zurückbleiben, auch wenn der privatwirtschaftliche Ausbau in einer Region beendet ist und diese Haushalte noch nicht berücksichtigt wurden. Dies ist der Hessischen Landesregierung ein besonderes Anliegen, denn schnelles Internet brauchen wir flächendeckend, um fit für die Zukunft aufgestellt zu sein“, sagte Staatssekretär Sauer.
Lücken in der Versorgung schließen
Flörsheim will mit dem Fördergeld die in einigen Außenbezirken noch bestehenden Lücken im Glasfasernetz schließen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Lückenschluss eine flächendeckende Ausstattung mit Glasfaser inklusive unserer Stadtteile erreichen“, bekräftigt Bürgermeister Dr. Bernd Blisch und führt aus: „Dies ist nicht zuletzt eine weitere wichtige Etappe hinsichtlich eines auch in Zukunft attraktiven Wirtschafsstandortes Flörsheim am Main.“
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf insgesamt 500.000 Euro. Der Bund trägt 50 Prozent, das Land 40 Prozent und die Kommune den Rest. Die Förderung stammt aus dem Bundesprogramm „Gigabitförderung 2.0“, von dem zahlreiche hessische Landkreise und Gemeinden profitieren. Mit dem sogenannten Lückenschlussprogramm fördert der Bund den Anschluss von etwa 13.000 Adressen in Hessen mit einer Summe von rund 6,5 Millionen Euro. Das Land steuert hier rund 5 Millionen Euro bei. Ziel des Lückenschlussprogramms ist eine präzise und schnellere Erschließung unter Nutzung von Synergien, so dass sich der Tiefbauaufwand als größtem Kostenfaktor reduziert.
Der Ausbau der digitalen Infrastruktur heute ist der Wirtschaftsmotor von morgen. Nach den aktuellsten Zahlen des Gigabit-Grundbuchs des Bundes (Stand Mitte 2024) sind rund drei Viertel aller hessischen Haushalte gigabitfähig – also mit einer Bandbreite von 1.000 Megabit pro Sekunde – versorgt. Das sind rund 2,2 Millionen Haushalte in Hessen. Diese Bandbreite deckt aktuell die Bedarfe für alle Anwendungen, von Homeoffice über Streaming bis Gaming, ab. Auch der Ausbau des Glasfasernetzes schreitet in Hessen weiter gut voran. Inzwischen verfügen mehr als 27 Prozent aller Haushalte über einen echten Glasfaseranschluss (Stand Mitte 2024).