Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Lehrkräfte an Kelsterbacher Schulen erhalten Tablets und Notebooks

Digitalstaatssekretär Burghardt überreicht bei virtuellem Termin 158 Geräte / Glasfaseranschluss für alle vier Schulen bis Mitte des Jahres

Die Lehrkräfte an den vier Schulen in Trägerschaft der Stadt Kelsterbach werden mit Tablets und Notebooks ausgestattet. Der Schulträger hat 158 mobile Endgeräte im Zuge des DigitalPakts Schule bestellt, die nun an die Lehrkräfte ausgeliehen werden. Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt hat heute gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Ockel die ersten Geräte bei einem virtuellen Pressetermin stellvertretend an Barbara Jühe, Leiterin der Integrierten Gesamtschule, überreicht.

„Mit den Geräten kann der Unterricht noch moderner gestaltet werden. Es ist wichtig, dass nicht nur in Pandemiezeiten digitale Möglichkeiten an den Schulen genutzt werden, sondern auch darüber hinaus. Denn die Kinder und Jugendlichen werden dadurch auch auf das spätere Berufsleben vorbereitet, das wie die gesamte Gesellschaft zunehmend digitaler wird“, sagte Staatssekretär Patrick Burghardt bei der symbolischen Übergabe. „Die Anbindung der Einrichtungen an das schnelle Internet ist dafür ein weiterer wichtiger Baustein. Daher freue ich mich, dass bis Mitte des Jahres alle vier Schulen in Kelsterbach ans Glasfasernetz angeschlossen werden sollen.“ Die aktuelle Anbindung von weiteren Schulen, Unternehmen und Haushalten im Kreis Groß-Gerau, zu der unter anderem auch die vier Kelsterbacher Schulen zählen, fördert das Land mit über 2,5 Millionen Euro. Die Hessische Landesregierung stellt alleine in dieser Legislaturperiode für den Gigabitausbau Mittel in Höhe von rund 270 Millionen Euro zur Verfügung. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Versorgung sozioökonomischer Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser.

Für die Anschaffung von Tablets und Notebooks für die Lehrkräfte stehen hessenweit 50 Millionen Euro, davon 12,8 Millionen Euro aus dem hessischen Sondervermögen, zur Verfügung. Um die Inanspruchnahme der Fördermittel des DigitalPakts durch die Schulträger zu erhöhen und das Abwicklungsverfahren zu beschleunigen, wurde unter Leitung von Staatssekretär Burghardt, der zugleich Chief Information Officer des Landes Hessens ist, die Task Force DigitalPakt Schule im Bereich der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung eingerichtet.Inzwischen sind mehr als 33.000 Geräte bestellt, insgesamt sollen es rund 73.000 werden. Die Beschaffung der Geräte für die Lehrkräfte erfolgt durch die Schulträger mit Unterstützung des kommunalen IT-Dienstleisters ekom21.

Die Arbeit der vergangenen Monate hat sich gelohnt und die Einrichtung der Task Force DigitalPakt Schule war richtig und wichtig.

Patrick Burghardt Digitalstaatssekretär

„Dank der Task Force können wir nach nur vier Monaten schon Geräte ausliefern. Wir haben sehr eng mit den Schulträgern zusammengearbeitet und waren bzw. sind fast täglich im Austausch, da die Voraussetzungen in den Städten und Landkreisen sehr unterschiedlich sind“, betonte Staatssekretär Burghardt. Neben der Task Force wurde zudem eine Service- und Beratungsstelle ins Leben gerufen, die den Städten und Landkreisen eine zentrale Anlaufstelle bietet. Die Hessische Landesregierung stellt neben den Endgeräten auch den Support sicher, für den 6,8 Millionen Euro in 2021 zur Verfügung stehen. Die langfristige Ausgestaltung des Supports wird derzeit gemeinsam mit Vertretern der kommunalen Schulträger erarbeitet.

Die Überreichung der mobilen Endgeräte für die Lehrerinnen und Lehrer der Kelsterbacher Schulen ist für Bürgermeister Manfred Ockel Ausdruck der Möglichkeiten einer eigenen Schulträgerschaft. „Als Hessens kleinster Schulträger ist es gelungen, den Lehrkörper unserer Schulen mit diesen grundlegenden Arbeitsinstrumenten auszustatten. Mein Dank gilt insbesondere der Task Force DigitalPakt Schule, die uns bei dieser Aufgabe tatkräftig unterstützte.“ Ockel unterstrich die Erfordernis der Geräte. „Die Corona-Pandemie hat den bisherigen Schulbetrieb auf den Kopf gestellt. Schon bei den Kleinsten musste auf Homeschooling umgestellt und die Lehrerschaft dementsprechend mit den notwendigen Geräten ausgestattet werden. Das schließt die technische Unterstützung und Betreuung der Geräte selbstverständlich mit ein.“ Der Bürgermeister zeigte aber auch Verständnis für Auffassungen, wonach die Digitalisierung der Schulen zu langsam erfolgen würde. „Ich kann diese Kritik verstehen und nachvollziehen. Wir müssen uns eingestehen, dass unsere Strukturen nicht schnell und zügig mit dem Tempo und den Herausforderungen einer pandemischen Lage Schritt hielten. Wir haben aber auch dadurch gelernt und sind gewillt, die kommenden Aufgaben besser zu meistern“, so Ockel.

In Kelsterbach werden die Geräte nun an die Lehrkräfte ausgeliehen. Die Stadt hat zudem in Mobile Device Management-Lizenzen, Tablet-Hüllen sowie umfangreiche Support-Stunden investiert, um sicherzustellen, dass die Dienstgeräte langfristig zuverlässig, datenschutzkonform und sicher genutzt werden können. Vor allem der Einsatz der Tablets im Zusammenspiel mit den bereits 2020 beschafften Geräten für bedürftige Schülerinnen und Schüler wird künftig das Unterrichten vor Ort, im Wechsel- wie im Fernunterricht unterstützen. Schülerzentrierte, kreative Aufgabenstellungen, die niederschwellige Vermittlung von Medienkompetenz und die Sensibilisierung der Lernenden für die Herausforderungen in einer digitalisierten Gesellschaft stehen dabei im Fokus. Ab der kommenden Woche gibt es für die Lehrkräfte dann auch medienpädagogische Fortbildungen zum Einsatz der Tablets.

„Die Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten, das Zur-Verfügung-Stellen einer modernen, digitalen Infrastruktur und die Sicherung der Qualifizierung der Lehrkräfte sind entscheidende Voraussetzungen, um die Herausforderungen im Schulentwicklungsfeld ,Medienbildung / digitale Schule‘ zu bewältigen. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, dass die Maßnahmen nachhaltig angelegt und dauerhaft zu betreiben sind“, sagte Jürgen Seeberger, Vorsitzender des Schulverbundes. „Schulen brauchen zeitgemäße Ausstattung, verlässliche Rahmenbedingungen und Vertrauen in ihre Arbeit. In diesem Sinne arbeiten der Schulträger und die Schulen im Schulverbund effektiv und gemeinsam für die Kinder und Jugendlichen in Kelsterbach zusammen. Schüler, Eltern und die Kollegien freuen sich sehr darüber.“

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