Technologien, die sowohl im zivilen als auch im sicherheitsrelevanten Kontext eingesetzt werden können, gewinnen weltweit an strategischer Bedeutung. Das Land Hessen setzt deshalb ein neues Signal zur Stärkung technologischer Souveränität und Innovationskraft: Mit einem speziellen Förderaufruf im erfolgreichen Distr@l-Programm sollen künftig verstärkt Dual-Use-Innovationen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen unterstützt werden.
„Wir wollen Synergien zwischen ziviler und sicherheitsrelevanter Forschung gezielt nutzen und stärken. Dual-Use-Innovationen schaffen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert und leisten zugleich einen Beitrag zur Sicherheit. Mit der neuen Förderung unterstützen wir, dass solche Technologien schneller entstehen und ihren Weg in die Anwendung finden“, sagte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.
Lösungen für industrielle, medizinische oder gesellschaftliche Herausforderungen
Dual-Use-Technologien verfügen über ein hohes Transformationspotenzial: Sie schaffen Lösungen für industrielle, medizinische oder gesellschaftliche Herausforderungen und können zugleich zur Stärkung der nationalen und europäischen Sicherheit beitragen. Mit der Förderung technologisch anspruchsvoller F&E-Projekte im Rahmen des Distr@l-Programms möchte das Land Hessen Innovationen mit gesellschaftlichem wie sicherheitspolitischem Mehrwert beschleunigen und neue Marktchancen für KMU eröffnen.
Gefördert werden innovative Lösungen, die zur Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit in Deutschland und Europa beitragen. Für kleine und mittlere Unternehmen ergeben sich dadurch zusätzliche Chancen, neue Technologien zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Relevante Technologiefelder umfassen unter anderem Künstliche Intelligenz und Data Analytics, Robotik und autonome Systeme, Sensorik sowie Kommunikations- und Informationssysteme. Hinzu kommen Material-, Energie- und Fertigungstechnologien wie innovative Werkstoffe, additive Fertigung oder Halbleiter- und Quantentechnologien. Auch Projekte aus der Luft- und Raumfahrt, Navigation, maritimen Technologie oder der Bio- und Chemietechnologie können berücksichtigt werden. Sie alle haben das Potenzial, Fortschritte in zivilen Bereichen wie Produktion, Mobilität, Gesundheit oder Infrastrukturüberwachung zu ermöglichen und zugleich sicherheitsrelevante Anwendungsoptionen zu eröffnen.
Am Dienstag, 27. Januar, 11 bis 12 Uhr bietet die IHK Hessen innovativ ein kostenloses Webinar an, um einen kompakten Überblick über den Förderaufruf zu geben und Fragen zu beantworten.