Landwirtschaft 4.0

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Ein Landwirt düngt sein Feld

Die Digitalisierung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse ist ein Megatrend mit großem Potenzial für eine ressourcen- und klimaschonende Bewirtschaftung und noch artgerechtere Haltungsbedingungen sowie bestmögliche Tiergesundheit.

Die Hessische Landeregierung setzt sich dafür ein, dass landwirtschaftsspezifische Hemmnisse wie die unzureichende Verfügbarkeit von öffentlichen Geo-, Wetter- und Satellitensteuerungsdaten oder die noch nicht zukunftsfähigen Schnittstellen bei der Datenübertragung geschaffen werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die digitale Verfügbarkeit von landwirtschaftlichen Betriebsmitteldaten, insbesondere von Pflanzenschutzmitteldaten. Eine der größten Herausforderungen im Bereich Digitalisierung der Landwirtschaft ist allerdings die Verbesserung der Mobil- und Internetverbindungen in ländlichen Regionen.

Die Landesregierung hat zur Schließung letzter Lücken in der Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum im August 2018 ein Förderprogramm mit einem Volumen von 50 Millionen Euro angekündigt. Geplant ist die Errichtung von 300 neuen landesgeförderten Mobilfunkstandorten in „unwirtschaftlichen“ Gebieten.

Gemeinsam mit den Netzbetreibern hat das Land zudem ein umfassendes Maßnahmenpaket für Hessen initiiert, um ein möglichst leistungsfähiges Mobilfunknetz bereitzustellen und verbleibende „weiße“ LTE-Flecken zu schließen. Die Internetversorgung auf Basis von Glasfasern und den anstehenden 5G-Netzen soll auch mithilfe von innovativen und kostengünstigen Verlegetechniken, flächendeckend rasch vorangetrieben werden.

Ziel ist es, dass alle hessischen Landwirtinnen und Landwirte die Möglichkeit haben, per Knopfdruck zu wissen,  was ihre Pflanzen auf dem Feld an Nährstoffen und Pflanzenbehandlungsmitteln oder die Tiere im Stall zum Wohlbefinden benötigen. Wichtig ist, dass die Landwirtschaft 4.0 in Hessen nicht von der Größe der Betriebe abhängig ist und für alle Bedürfnisse Lösungen angeboten werden.

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