7,8 Millionen Euro Landesmittel für Ausbau im Landkreis Limburg-Weilburg

Hessens Digitalministerin Sinemus überreicht Absichtserklärung an Landrat Köberle im Zuge der Feier zum Anschluss aller Schulen des Landkreises an das Glasfasernetz.

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Breitbandausbau in Limburg-Weilburg
Martin Rudersdorf, Breitbandkreiskoordinator LK Limburg-Weilburg, Landrat Michael Köberle und Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus

Weilburg. Mit bislang zwei abgeschlossenen Bauabschnitten wurden im Kreis Limburg-Weilburg bis Ende 2019 Schul- und Gewerbestandorte sowie Haushalte mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Der Abschluss des zweiten Bauabschnitts, mit dem nun alle Schulen im Kreis an das Glasfasernetz angeschlossen sind, dient zugleich zur Initialisierung eines dritten Bauabschnitts. Mit dem neuen Vorhaben sollen jetzt weitere 1.656 Unternehmen in 48 Gewerbegebieten und 252 noch vorhandene weiße Flecken mit FTTB/H erschlossen werden. Die Hessische Landesregierung unterstützt auch diesen Ausbau mit bis zu rund 7,8 Millionen Euro, der Bund beteiligt sich mit rund 9,8 Millionen Euro und der Landkreis selbst mit etwa 2 Millionen Euro. Einen entsprechenden Letter of Intent überreichte Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus heute an den Landrat des Kreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle.

Gleichzeitig wurde der Anschluss aller Schulen im Kreis an das Glasfasernetz an der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg gefeiert. 86 Lehrkräfte bilden dort rund 1.500 Schülerinnen, Schüler und Auszubildende aus – und das zunehmend auch unter Einsatz von digitaler Technologien und Datennetzen. Bei einem Unterrichtsbesuch für gewerblich-technische Berufe informierte sich die Ministerin über digitale Anwendungen wie beispielsweise Datenbrillen, die Informationen zum Sichtfeld des Benutzers hinzufügen und über dynamisch agile Medienbildungskonzepte.

 „Beim Netzausbau in Hessen geht es kontinuierlich voran. Wir haben einen klaren Kurs und verfolgen konsequent das Ziel, bis 2025 flächendeckend Gigabitanschlüsse bereitzustellen. Unser Ziel ist es, internationale Wettbewerbsfähigkeit für ansässige Unternehmen herzustellen und Schulen in die Lage zu versetzen, alle Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihrer Lehrkräfte an digitale Medien heranzuführen, ihnen die Chancen und Perspektiven neuer Technologien zu eröffnen und letztlich auf ein Leben und Arbeiten in der digitalisierten Welt vorzubereiten“, hob Sinemus hervor.

Die Hessische Landesregierung hatte bereits den zweiten Bauabschnitt zum Glasfaserausbau für unter anderem 75 Schulen bzw. Bildungseinrichtungen mit knapp 975.000 Euro kofinanziert. Der Kreis Limburg-Weilburg gehört bundesweit mit zu den ersten Landkreisen, die flächendeckend alle Schulen und Bildungseinrichtungen mit Glasfaseranschlüssen versorgt haben.

„Gerade die Anbindung der Unternehmen in den Gewerbegebieten mit hochleistungsfähigen Glasfaseranschlüssen ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für unsere gewerbliche Wirtschaft. Wir als Landkreis Limburg-Weilburg haben in der Vergangenheit auf eine Mischung des eigenwirtschaftlichen Ausbaus von Telekommunikationsunternehmen und den durch Zuschüsse unterstützten Ausbau gesetzt und sind mit dieser Strategie gut gefahren. Es gilt nun, den Glasfaserausbau im ländlichen Raum immer weiter voranzutreiben, damit die Glasfaseranschlüsse immer näher an die Haushalte und Gewerbebetriebe gelangen. Um diesen Prozess zu optimieren und weitere Synergien zu heben, erstellen die Städte und Gemeinden in diesem Jahr mit Unterstützung unserer Wirtschaftsförderung auch Masterpläne zum Breitbandausbau“, betonte der Landrat Michael Köberle.

Gemeinsam mit seinen 19 Städten und Gemeinden verfolgt der Kreis seit 2012 das Ziel, der flächendeckenden Versorgung mit leistungsfähigem Internet. Hiervon profitiert die gesamte Region Mittelhessen. Dazu zählt beispielsweise die Orth Automobile GmbH in Beselich, die 80 Menschen beschäftigt: „Schnelle Datenleitungen sind unverzichtbar, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Als Partner von namhaften Automobilerstellern werden nahezu alle Prozesse der Fahrzeugbeschaffung, Wartung und Instandsetzung über digitale Plattformen der Hersteller abgebildet. Die Sicherstellung unseres hohen Anspruchs an optimale Wartungs- und Instandsetzungsprozesse von der Auftragsannahme über die erforderliche Materialbeschaffung und Abwicklung mit Dokumentation kann nur über vernetzte digitale Dienste und Plattformen erfolgen“, sagten die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, Anja und Werner Orth.

 „Mit unserer Gigabitstrategie nehmen wir die weitere Verbesserung der digitalen Infrastrukturen in den Blick. Wir sind in Hessen bereits sehr gut aufgestellt und beim Breitbandausbau in hervorragender Position und wir werden weiterhin zuverlässig in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes investieren“, ergänzte Sinemus. „Allein in dieser Legislaturperiode stehen 270 Millionen Euro für den Gigabit- sowie weitere 50 Millionen Euro für den Mobilfunkausbau zur Verfügung“, betonte die Ministerin. Im Landkreis seien auch bereits neben 100 bewilligten öffentlichen WLAN-Hotspots (Digitale Dorflinden) 54 Mobilfunkstandorte neu gebaut bzw. modernisiert worden.

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