500 Tablets für ambulante und stationäre Hospize

Digitalministerin Sinemus und Sozialminister Klose haben virtuell Tablets an die Hospizbewegung im Idsteiner Land e.V. überreicht.

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Älteres Paar schaut gemeinsam auf ein Tablet

Die Gesellschaft steht seit Anfang 2020 vor außergewöhnlichen Herausforderungen, gerade der Kontakt zu anderen Menschen ist eingeschränkt. Vor allem für Menschen, die sich in hospizlicher Betreuung befinden, ist die aktuelle Situation besonders schwierig. Um in dieser Zeit dennoch in Kontakt mit ihren Angehörigen zu bleiben, stellt die Landesregierung allen über 120 ambulanten und stationären Hospizen in Hessen rund 500 Tablets zur Verfügung, mit deren Auslieferung bereits begonnen wurde. Die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, haben dazu heute virtuell eine symbolische Tabletübergabe an die Vorsitzende der Hospizbewegung im Idsteiner Land e.V., Heinke Geiter, überreicht. Bereits im Juni hatte die Landesregierung den Pflege- und Behinderteneinrichtungen 10.000 Tablets zukommen lassen, die aktuell rund 500 Tablets sind Rückläufer einer vorgenommenen Erhebung, die in den Pflege- und Behinderteneinrichtungen nicht benötigt wurden.

Bei der Verteilung der Tablets, die sich mit unter 150 Euro preislich im Einstiegssegment bewegen, erhalten stationäre Einrichtungen für jedes zweite Bett und somit für rund 50 Prozent der Patientinnen und Patienten ein Tablet, die ambulanten Initiativen erhalten jeweils vier Stück. Die Auslieferung hat bereits begonnen und soll in den nächsten Tagen abgeschlossen sein, damit sichergestellt ist, dass alle Hospize diese während der Feiertage bereits einsetzen können.

„Dem Gefühl von Isolation entgegenwirken“

„Viele mussten schmerzhaft den Verlust eines geliebten Menschen in diesem Jahr verkraften und aufgrund der Pandemie war bei einigen auch eine persönliche Verabschiedung nicht möglich, vielleicht eine der tragischsten Konsequenzen die wir erleben mussten. Natürlich können Tablets oder Smartphones nicht den persönlichen Kontakt und Berührungen ersetzen, aber wir hoffen, dass sie damit die Arbeit ein klein wenig erleichtern können, um trotz der momentanen Zeit nicht das Gefühl von Isolation zu verspüren“, hob Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hervor.

Sozialminister Kai Klose betont die enormen Schwierigkeiten, die die im Kampf gegen das Coronavirus notwendigen Kontaktbeschränkungen für die Hospizarbeit darstellen: „Der digitale Kontakt kann persönliche Nähe niemals vollständig ersetzen – schon gar keine Hand, die hält. Trotzdem können die Tablets helfen, die Bindung zwischen Schwerstkranken und Sterbenden mit ihren Begleiterinnen und Begleitern aufrechtzuerhalten.“

Heinke Geiter, Vorsitzende der Hospizbewegung Idsteiner Land e.V.: „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Tablets zur Verfügung gestellt worden sind. Sie sind für unsere Hospizarbeit wertvoll, denn sie können Verbindung schaffen, zwischen Hospizmitarbeitenden und ihren Schützlingen,Heimbewohnern und ihren Familien, Trauernden und ihren Begleitern. So tragen wir als Hospizdienst dazu bei, dass auch die Menschen sich von uns begleitet fühlen, die wir nicht besuchen dürfen.“

„Insgesamt haben wir für unsere Aktion, die wir im Juni 2020 gestartet haben, viel positive Resonanz erfahren und so konnten die Geräte bereits vor der zweiten Welle bei den Pflege-und Behinderteneinrichtungen genutzt werden, um einen kleinen Beitrag zur Bewältigung in der aktuellen Situation zu leisten,“ bilanzierten Sinemus und Klose. „Wir werden im nächsten Jahr unsere Aktivitäten verstärken, um digitale Teilhabe in immer mehr Bereichen zu ermöglichen“, ergänzte Sinemus.

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